Senden Helfer kümmern sich um Flüchtlinge

Senden / CLAUDIA SCHÄFER 23.08.2013
In Senden hat sich ein Unterstützerkreis Asyl gegründet. Ziel der Mitglieder ist es, den Kontakt zwischen Bürgern und Asylbewerbern zu verbessern.

25 Asylbewerber leben derzeit in Senden in einer früheren Hofstelle am "Scharfen Eck". Um sie wollen sich die Mitglieder des neuen Unterstützerkreises Asyl kümmern, ihnen Kontakte zu den Sendenern erleichtern und alltägliche Missverständnisse und Schwierigkeiten ausräumen. Mit dabei sind Vertreter der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB), der von der evangelischen Kirche initiierten Sozialpaten, der Diakonie und der Wasserwacht, dazu ein Allgemeinmediziner und einige Privatleute.

Kontakte zu den Asylbewerbern, die überwiegend aus Pakistan, Afghanistan und Myanmar (Birma) stammen, gibt es seit einigen Wochen. Die Sozialpaten geben ihnen Deutschkurse, der Arzt kennt die meisten jungen Männer als seine Patienten. Die Wasserwacht ist derzeit dabei, gemeinsam mit einigen mehrsprachigen Flüchtlingen deutsche Bade- und Eisregeln zu übersetzen, um Unfällen an den Sendener Seen vorzubeugen. Erst kürzlich war ein Asylbewerber wegen eines Schwächeanfalls im Waldsee fast ertrunken (wir berichteten).

Auf Einladung der KAB kam es jetzt zu einem ersten Treffen der gesamten Gruppe mit den Asylbewerbern, weitere Zusammenkünfte werden folgen. Ein Ziel ist es, den Flüchtlingen über Kontakte zu Sendener Vereinen die Möglichkeit zu einer ehrenamtlichen Tätigkeit zu geben. Arbeiten dürfen sie nämlich erst nach einem Jahr und auch nur dann, wenn kein Deutscher oder EU-Ausländer den Job haben will.

Wer den Arbeitskreis Asyl unterstützen will, kann sich an Sigrun Grüninger vom Diakonischen Werk wenden, Tel. (0731) 704 78 23, oder per Mail: asyl-in-senden@gmx.de.