Sanierung Halbzeit bei Holzheimer Kirchenrenovierung

Kirchenpfleger Rudolf Veitz steht auf dem Kirchendach in Holzheim. Die Sanierung von St. Peter und Paul schreitet gut voran, die berechneten Umbaukosten werden wohl eingehalten.
Kirchenpfleger Rudolf Veitz steht auf dem Kirchendach in Holzheim. Die Sanierung von St. Peter und Paul schreitet gut voran, die berechneten Umbaukosten werden wohl eingehalten. © Foto: Patrick Fauß
Holzheim / Patrick Fauß 15.09.2018
Bis zur 500-Jahrfeier im kommenden Jahr soll die Holzheimer Kirche renoviert sein. Am Sonntag wird „Hebauf“ gefeiert.

„Zeitlich liegen wir im Plan“, freut sich Kirchenpfleger Rudolf Veitz. Das sei wichtig, denn 2019 feiert die Kirche St. Peter und Paul ihren 500. Geburtstag. Bevor es soweit ist, wird am Sonntag in Holzheim das Errichten des restaurierten Dachstuhls und die Halbzeit bei der Kirchenrenovierung mit einem „Hebauf“ gefeiert. Laut Veitz werde der für die Renovierung geplante Kostenrahmen von gut 1,3 Millionen Euro wohl eingehalten. „Bei Arbeiten an so alten Gebäuden ist das oft ein Problem.“ Dass die besonders schwer vorhersehbaren Dachreparaturen weitgehend abgeschlossen sind, sei beruhigend.

Kirchdach wurde renoviert

Der Dachstuhl wurde mit neuen Balken und Stahlträgern im Mauerwerk in Schuss gebracht. Viele der 500 Jahre alten Balken bleiben verbaut. Was sich in den vergangenen Jahrhunderten verzogen hatte oder abgesackt war, ist von den Zimmerleuten gerade gerückt worden. Ein Teil des Dachs hat bereits neue Ziegel.

Dass das große Kirchendach renoviert werden muss, war bei der Erstellung eines Sicherheitsgutachtens herausgekommen. Die alten Lager, auf denen das Dach ruht, waren teils verfault. Ist das große Kirchendach repariert, kommt das Turmdach dran. Beides soll noch dieses Jahr fertig werden. Im Winter wird dann im Kircheninneren weiter gearbeitet: Wände und Orgel müssen zum Beispiel gereinigt werden.

 Nicht in der Kostenberechnung von 1,27 Millionen Euro enthalten sind Arbeiten, die die Kirchenverwaltung gerne im Zuge der Sanierung erledigt haben würde. Ganz oben auf der Wunschliste steht ein Mittelgang in der Kirche. Das sei aus liturgischen Gründen wichtig, wie Veitz erläutert. Und Standard in allen katholischen Kirchen. Bei der bisher letzten Kirchenrenovierung hatte man sich aber für durchgehende Bänke entschieden, damit mehr Leute in das Gotteshaus hineinpassen.

Gemeinde will Mittelgang

Dass ein Mittelgang angelegt werden soll, hat die Holzheimer Kirchenverwaltung beschlossen. Wie die hierfür nötigen 20.000 bis 30.000 Euro aufgebracht werden, ist jedoch unklar. Ebenso, wie die neue Innenbeleuchtung für die Kirche bezahlt werden könnte. „Wenn es keine Kostensteigerung bei der Renovierung gibt, fällt es den Augsburgern vielleicht leichter, den Wünschen nachzukommen“, hofft Veitz.

Sollte dann noch Geld übrig sein, würden die Holzheimer außerdem gerne die Ornamente einer älteren Deckenmalei wieder freilegen. Diese waren in den 1980er Jahren teilweise übermalt worden. Ebenfalls nötig wäre, den nördlichen und südlichen Kirchhof mit neuen Pflastersteinen auszulegen. Hierfür fehlt laut Veitz jedoch neben der Finanzierung auch noch eine „zündende Idee“ für eine genaue Gestaltung.

Bis zum Ende der Sommerferien im kommenden Jahr sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Rundgang mit Restaurator

Feier Am Sonntag, 16.September, wird im Anschluss an den Gottesdienst, 11 Uhr, „Hebauf“ auf dem Dorfplatz gefeiert. Die Schützenkapelle spielt dazu, es gibt Kaffee und Kuchen. Interessierte sind außerdem zu einem Rundgang mit Kirchenrestaurator Johann Riggenmann eingeladen.

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