Senden Hämmern und sägen statt Müßiggang

Begeistert bauen die Kinder während der Stadtranderholung in Senden eine Burg aus Holz. Foto: Kilian Rudolf
Begeistert bauen die Kinder während der Stadtranderholung in Senden eine Burg aus Holz. Foto: Kilian Rudolf
Senden / KILIAN RUDOLF 17.08.2013
Hütten bauen, Fußball spielen oder basteln: Bei der Sendener Stadtranderholung hat jeder Spaß. Davon zeugen nahezu konstante Teilnehmerzahlen.

Verkehrte Welt bei der Sendener Stadtranderholung: Anstatt - wie man aufgrund des Namens meinen könnte - sich zu erholen, hämmern und sägen zahlreiche kleine Baumeister an ihren Holzhütten um die Wette. So auch die beiden zehnjährigen Brüder Tim und Nic. Beide sind schon seit der ersten Woche und insgesamt zum vierten Mal dabei und bauen, wie Tim erklärt, "am liebsten die ganze Zeit".

So geht es vielen Kindern. Das weiß Denis Vespermann, der die Ferienfreizeit leitet. "Manche sind so auf etwas fixiert, dass sie hinterher gar nicht wissen, was es sonst noch alles gab", sagt Vespermann, dem ein rund 30-köpfiges Team an Betreuern zur Seite steht. Unter anderen die 21-jährige Lena Bauer, die erstmals dabei ist. Sie nutzt die Stadtranderholung, um Erfahrungen für ihren künftigen Beruf als Erzieherin zu sammeln. "So toll hätte ich mir den Job bei der Stadtranderholung nicht vorgestellt." Weil das Angebot so groß sei, könne sie selbst viel Verschiedenes machen.

Außer am Bauplatz können sich die rund 230 Teilnehmer der zweiten Woche beim Human Soccer, einem Riesentischkicker, austoben oder beim Basteln Kreativität beweisen. Außergewöhnlich niedrige Teilnehmerzahlen - wie dieses Jahr in Vöhringen oder Neu-Ulm - gibt es in Senden nicht. In der ersten Woche waren es laut Vespermann mit rund 250 Kindern fast so viele wie im Vorjahr. Der zwar vorhandene, aber geringe Rückgang entstand aufgrund der verschobenen Ferienanfängen in Bayern und Baden-Württemberg, vermutet Vespermann.