Die Kirchengemeinde Nersingen erhielt im Jahr 2015 das Umweltzertifikat „Grüner Gockel“. Aber was bedeutet das konkret für die Kirche? Tobias Praetorius, Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Nersingen, erklärt: „Uns ist es wichtig, Bewusstsein zu schaffen. Das Vermitteln der Nachhaltigkeit an die kommenden Generationen.“ Deshalb trifft sich das  selbsternannte Umweltteam alle drei Monate.

Man bespreche dort aktuelle und künftige Themen, so Praetorius. Bei Gemeindefesten etwa gibt es kein Einweggeschirr.  In Nersingen ist das Geschirrmobil mietbar, das für jede Festlichkeit das passende Repertoire vorrätig hat, sodass Plastikbecher, die nicht wiederverwertbar sind, keine Chance haben.  Aber das sei nur eines der vielen Themen, die das Umweltteam beschäftigen. Rund um das Pfarreigebäude hat Pfarrer Praetorius selbst Hand angelegt – aus der Grünfläche hat er eine Naturwiese gemacht, und dafür selbst den Spaten in die Hand genommen. In der Pfarrei wird nur noch auf Recyclingpapier gedruckt, nachhaltige LED-Lampen ersetzen die durchgebrannten Vorgänger.

Der „Grüne Gockel“  illustriert zum einen die Farbe der Ökologie, und zum anderen den Gockel, der auf jeden Kirchturm zu sehen ist. Es gibt einen Beauftragten für den jeweiligen Landkreis, bei dem Interessierte unter dem Motto „Kirchengemeinde mit umweltgerechtem Handeln“ eine Bewerbung für die Auszeichnung einreichen. Diese ist nach Verleihung vier Jahre gültig. Jedoch muss jährlich der Nachweis erbracht werden, dass die Auflagen immer noch erfüllt werden. Man versuche, die Werte auch an die neue Generation heranzuführen.

Aktion im Kindergarten

So etwa im Kindergarten. Dort wurde zuletzt das Thema „Energie und Licht“ durchgenommen.  Ein Kindergarten in Steinheim hat nun eine Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach. Auch Ausflüge zu den hiesigen Wasserwerken gehören zum Programm der Umweltaufklärer.