Finanzen Größte und kleinste Bank fusionieren

Weißenhorn / Patrick Fauß 04.05.2018

Die VR-Bank Neu-Ulm und die Raiffeisenbank Holzheim werden zusammengeschlossen. 176 Stimmberechtigte auf der Vertreterversammlung haben am Mittwochabend dazu in der Weißenhorner Fuggerhalle ihr einstimmiges Votum abgegeben. Vorausgegangen war das Ja der Generalversammlung der Holzheimer Raiffeisenbank, das 80 Prozent der Anwesenden mitgetragen hatten (wir berichteten).

Wie Siegfried Drexl, Wirtschaftsprüfer des Genossenschaftsverbands Bayern erläuterte, hat die Raiba Holzheim Probleme, Erträge zu erzielen. Das werde wegen des Größenunterschieds der beiden Geldinstitute jedoch „keine erkennbaren Auswirkungen“ auf die neue, fusionierte Bank haben.

„Es ist für unsere VR-Bank der richtige Weg“, sagte Vorstandsvorsitzender Wolfgang Seel. Mit Blick auf 2017 könne man von einem „sehr erfreulichen Geschäftsjahr“ für die VR-Bank sprechen. Das zeige das Bilanzsummenwachstum (siehe Info-Kasten). Gleichwohl habe auch die VR-Bank mit dem andauernden Niedrigzinsphase zu kämpfen. Aufsichtsratsvorsitzender Franz Spiegler kündigt an, dass an die Mitglieder drei Prozent Dividende ausgeschüttet werden. Mit dem Rest will die Bank Rücklagen bilden, um aus der Zinsphase unbeschadet herauszubekommen. Ab Oktober sollen beide Banken technisch zusammengeschlossen werden.

Mehr als 70 000 Kunden, fast 350 Mitarbeiter

Bilanz Die VR-Bank Neu-Ulm hat 70 000 Kunden, 332 Mitarbeiter und 15 Filialen. Die Bilanzsumme lag 2017 bei 1,7 Milliarden Euro (2016: 1,6 Milliarden Euro). Der Bilanzgewinn betrug 2,4 Millionen Euro (2016: 2,3 Millionen Euro). Hinzu kommt nun die Raiba Holzheim mit 2500 Kunden, 15 Mitarbeitern und zwei Filialen. Deren Bilanzsumme 2017 betrug 110 Millionen Euro, der Bilanzgewinn 97 000 Euro.

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