Die Traditionsveranstaltung der Interessengemeinschaft Weißenhorner Fasnacht (IWF) ist bei weitem nicht die größte Veranstaltung in der fünften Jahreszeit. Aber die Erfindermesse ist Kult: Etwas mehr als 150 Besucher konnten Karten in der ausverkauften Stadthalle ergattern. In ihrer 33. Auflage stellten Narren drei verquere Apparate vor. Den Wanderpokal der Veranstaltung errangen die Maskerer der IWF-Abteilung "D'r Eschagore" mit ihrem Beratungsautomaten fürs Ausgehen - dem Gore to go.

Drei Ausgehziele kann der närrische Nutzer wählen: das Barfüßer-Brauhaus, die Fuggerhalle oder die Kultwirtschaft X-Böck - den Deutschen Kaiser in der Illerberger Straße. Um leichter an den Türstehern vom Brauhaus vorbei zu kommen, spuckt der Gore to go zwei Fastnachtsmusen als Begleiterinnen aus: die rothaarige Angelique und die bärtige Chantal. Für den Besuch beim X-Böck testet er den Gesichtsausdruck des Fastnachters beim Runterkippen des dort erhältlichen selbstgebrannten Kräuterschnapses. Erdacht und konstruiert hatte den Apparat die Drei-Generationen-Gruppe des Eschagore.

Um Generationen ging es auch beim Titelverteidiger: Die Giggalesbronzer" stellten ihre "Heb'se" vor - eine Hebebühne für die älteren Bandmitglieder, damit diese ohne Knieschäden auf die Bühne und wieder runter kommen. Die Kapelle ist stolz darauf, Jugendliche und Senioren in ihren Reihen zu haben.

Weißenhorns Aufbruch zum Ausflugsziel für den internationalen Tourismus will Rudi Riesenegger mit seinem intelligenten Straßenschild beflügeln. Es versorgt Besucher mit Bier, Brotzeit und einem ausfahrbaren Regenschirm. Außerdem hält es ein Info-Fach für die Fastnacht bereit - wo und wann in der Fuggerstadt am besten gefeiert werden kann. Die Lokalpolitik zogen die zwei Damen im Haarsalon Haarspalt, Karol Dirr-Simons und Gabi Rusetzky, durch den Kakao. Sie forderten eine Tiefgarage unter den Schlössern. Und: die ganze Innenstadt zu unterkellern wie in Ulm.