Unternehmen Gewerbeschau  zeigt viel mit Präsenz

Weißenhorn / Thomas Vogel 10.09.2018

Rund 60 Aussteller haben an der Verbraucherschau teilgenommen. Sie präsentierten unter dem Motto „Haus, Familie, Gesundheit“ viele Produkte und Dienstleistungen. Darunter regional bekannte Unternehmen ebenso wie Direktvertriebe und Institutionen wie Rot Kreuz und Feuerwehr, an deren Stand die Besucher anhand eines per Nebelmaschine verrauchten Zelt und Wärmebildkamera einen Einsatz unter realistischen Bedingungen nachvollziehen konnten. „Man kann sich nicht beschweren“, so fasste Feuerwehr-Aktiver Marius Mayer das Interesse zusammen.

Robert Neumaier kredenzte dem Publikum ein „Probierle“ Freibier, ein dunkles Zwickel aus dem im Attenhofener Hirsch situierten Kessel, um so Interesse auf die von ihm geleiteten Gastrobetriebe der Region zu lenken. In der Kleinstbrauerei, welche seit einem Jahr an die Tradition der wohl im 16. Jahrhundert gegründeten und 1963 zwischenzeitlich geschlossenen Braustätte anknüpft, stehe die Vielfalt aus 90 Rezepten zur Verfügung. Beim ausgegebenen Zwickel standen, bedingt durch eine Extragabe an Hopfen, die Bitternoten im Vordergrund, eingefasst durch einen leichten Honigschmelz. „Dunkle Biere sind immer etwas süßer, da durch das Karamellisieren auch Zucker entstehe, der sich während des Gärvorgangs nicht in Alkohol umwandle, löste Neumaier das Alltagsrätsel auf.

Optimismus mit Fernwärme

Bei der „Fernwärme Weißenhorn“ strahlte Geschäftsführer Markus Hertel jede Menge Optimismus aus, dass sich die Zahl von derzeit 60 Anschlüssen noch bedeutend steigern lasse. Der zweite Bauabschnitt habe begonnen, von ihrer Kapazität her aber „könnte das Müllheizkraftwerk die Stadt Weißenhorn sicher komplett versorgen“, so Hertel, der in den Gesprächen am Stand besonders den Aspekt der Reduzierung von Feinstaub und Klimagasen hervorhob. Beim Fotografen-Ehepaar Ebert ließ es sich über den Wandel der Hochzeitsfotografie plaudern, die früher ausschließlich im Studio stattfand und heute draußen, an romanischen Locations ebenso wie an besonderen, die per Fotografenblick vorher rechtzeitig ausgespäht wurden. Die Tiefgarage Neue Mitte sei bei so einer Gelegenheit auch schon zum Laufsteg für die Braut geworden. Auf anderen Bildern steht eine solche mit voller Montur in einem See. Selbstredend komme so ein Motiv erst am zweiten Tag einer Hochzeit in Frage.

Was macht denn ein Männergesangsverein auf einer Gewerbeschau? Singen natürlich. Der Liederkranz war ein Bestandteile des Rahmenprogramms, ebenso wie die BRK-Rettungshundestaffel oder die Kampfsportler des KSV Weißenhorn. „Doch wenn wir schon da sind, wollen wir auch einen Stand“, sagte sich Vorsitzender Paul Silberbaur, der an selbigem keinen Grund zum Jammern sah. Sein Verein dürfte eine der wenigen singenden Männerdomänen sein, bei denen kein Nachwuchsmangel zu beklagen ist, im Gegenteil: Die Zahl der Aktiven habe sich zwischen 2007 und heute fast verdoppelt. „Man muss halt Präsenz zeigen“, dröselt er das Erfolgsrezept auf. „Wer nur ein Konzert im Jahr gibt, kann nicht überleben.“

Großen Wert lege er auf ein „gut gemachtes Erscheinungsbild“, das „Sänger-Blättle“ ebenso betreffend wie den Web-Auftritt. Und das Jahreskonzert, das nächste steht am 24. November an, müsse zahlreiche Überraschungen bereit halten. Für eine davon wird der „gemischte“ Projektchor zuständig sein, der demnächst mit den Proben beginnt.

Ob die Schau den Nerv der Tausenden von Besuchern getroffen hat? Durchaus zufrieden zeigte sich Margit Zenker aus Bellenberg als eine Stimme von vielen, die eine Analogie von Gewerbeschau zur Stadt zog: „Klein, überschaubar, nett.“

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