Vöhringen Geßner-Absage an Geldwünsche

Herbert Walk bleibt der Vorsitzende des CSU- Stadtverbands Vöhringen. Foto: Ingrid Weichsberger
Herbert Walk bleibt der Vorsitzende des CSU- Stadtverbands Vöhringen. Foto: Ingrid Weichsberger
Vöhringen / INGRID WEICHSBERGER 29.08.2013
Bei einer Versammlung der Vöhringer CSU hat Landrat Geßner eine Mitfinanzierung der Busbahnhöfe Senden und Weißenhorn abgelehnt.

Seit elf Jahren leitet der Vöhringer CSU-Ortsvorsitzende Herbert Walk den Stadtverband, bestehend aus den Ortsvereinen Vöhringen und Illerberg/Thal. Die 23 stimmberechtigten Mitglieder haben ihn jetzt erneut in seinem Amt bestätigt, Bernhard Thalhofer bleibt sein Stellvertreter.

Die mangelhafte Anbindung des ländlichen Raumes an den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) war ein Thema der CSU-Mitgliederversammlung. Bezirksrat Herbert Pressl erklärte, dass er mit den Aktivitäten der Vöhringer Stadtverwaltung nicht zufrieden sei. Zwar seien im Haushalt 240 000 Euro dafür bereitgestellt, ansonsten geschehe aber nicht viel, klagte er. Pressl bat Landrat Erich Josef Geßner, sich dieser Sache anzunehmen.

Geßner erwiderte, er lehne es ab, dass der Landkreis die Busbahnhöfe in Senden und Weißenhorn mitfinanzieren soll. Dieses Geld sei im Ausbau der Anbindung der ländlichen Kommunen an den ÖPNV besser angelegt. Beide Städte seien in der Lage, ihre Infrastrukturmaßnahmen selbst zu finanzieren. "Darüber entscheiden wird jedoch der Wirtschaftsausschuss des Kreistags", erklärte Geßner.

Der Vöhringer CSU-Stadtrat Thorsten Freudenberger teilte mit, er wolle sich - nach reiflicher Überlegung - im kommenden Jahr um die Nachfolge von Landrat Geßner bewerben. Allerdings nur dann, wenn die CSU im Kreis dies möchte, sagte Freudenberger. Die Zustimmung seiner Vöhringer Parteifreunde hat er bereits in der Tasche.

Mit dem Thema Geriatrie befasste sich Martina Brielmeier. Sie erläuterte etwa, welche gesundheitlichen Verbesserungen in der geriatrischen Rehabilitation für ältere und kranke Menschen erreicht werden könnten. "Allerdings wissen viele Bürger gar nichts über diese Möglichkeit", sagte die Ärztin. Das größte Problem sei aber die mangelhafte Finanzierung der geriatrischen Einrichtungen. Landrat Geßner sprach in diesem Zusammenhang von mangelnder Solidarität. Deutlich werde die Notwendigkeit dieser Einrichtungen vielleicht dann, wenn Häuser geschlossen werden. Die Krankenkassen müssen endlich reagieren, sagte Geßner. Einen Fortschritt sah er darin, dass die Kassen derzeit ihre Situation überprüfen, um zu sehen, was sie bezahlen können.