Illerberg Geschick und Kreativität

In der Werkstatt des Krippenvereins Illerberg und Umgebung wird fleißig gebastelt. Unser Bild zeigt Roman Frank aus Ay, der an einer orientalischen Krippe arbeitet. Foto: Ingrid Weichsberger
In der Werkstatt des Krippenvereins Illerberg und Umgebung wird fleißig gebastelt. Unser Bild zeigt Roman Frank aus Ay, der an einer orientalischen Krippe arbeitet. Foto: Ingrid Weichsberger
Illerberg / INGRID WEICHSBERGER 27.08.2013
Großes hat der Krippenverein Illerberg und Umgebung vor: Er veranstaltet am 14. September eine Krippenwallfahrt ins Kloster Roggenburg. Vereinsvorsitzender Binder verspricht sich viel von der Veranstaltung.

Bislang fand die "Internationale Alpenländische Krippenwallfahrt" immer im Südtiroler Wallfahrtsort Maria Weißenstein statt. Zahlreiche Krippenfreunde machten sich jedes Jahr im Herbst auf den Weg dorthin. Nun gibt es eine Änderung, denn der Krippenverein Illerberg und Umgebung hat in diesem Jahr das Kloster Roggenburg zum Wallfahrtsziel auserkoren. Dazu werden am 14. September Besucher aus mehreren Ländern erwartet.

Federführend bei dieser Wallfahrt sind die Krippenschnitzer aus Ichenhausen. Ferner machen, neben den Mitgliedern aus Illerberg und Umgebung, die Kollegen aus Burgau, Günzburg, Jettingen-Scheppach und Krumbach mit. Jeder Verein will zu diesem Ereignis fünf Krippen ausstellen. Ergänzt wird die Schau durch die kostbaren Klosterarbeiten der Frauen im Illerberger Verein. "Das wird eine tolle Sache", verspricht der Vorsitzende Roland Binder.

Bereits im April wurde es eng in der Werkstatt im ehemaligen Illerberger Rathaus. Wenn die Krippenställe fertiggestellt sind, geht es ans Figurenschnitzen. Technische Hilfestellung gab es anfangs vom Ichenhausener Vereinsvorsitzenden Michael Metz. Mit Kreativität und neuen Ideen unterstützte er die Bastler. Unter ihnen Frank Roman aus Senden-Ay und Josef Benz aus Elchingen, die eifrig bei der Sache waren. Beide haben vor, ihren Krippenbestand zu ergänzen und in Roggenburg neue Werke auszustellen. So gingen sie denn auch mit viel Elan und ebenso viel Geschick an die Arbeit.

Der Vereinsvorsitzende Roland Binder legt Wert auf die Feststellung, dass alle Vereinsmitglieder Laien seien, jeder gebe jedoch sein Bestes. Wer Interesse an diesem Hobby habe, dürfe jederzeit mitmachen, ohne sich gleich teures Werkzeug anschaffen zu müssen. Ganz ohne Zwang und ohne große Ausgaben können interessierte Bastler also erkunden, ob dieses Hobby das richtige für sie ist. Binder: "Wer höhere Ziele anstrebt, den schicken wir zu den Profischnitzern."

Frank Roman hat sich für die Krippenwallfahrt etwas ganz Besonderes ausgedacht. Eine alpenländische Krippe hat er bereits, nun will er seinen Bestand um eine orientalische Krippe ergänzen. Und zwar so, dass nur der Stall gewechselt werden muss. Unter anderem hat Roman auch Korkeiche verarbeitet. "Dies alles in 15 Wochen zu schaffen, ist eine wahre Herausforderung", stellt der Krippenfreund fest. In Richtung Orient hat sich auch Josef Benz orientiert. Trotzdem sehen die Bauwerke der beiden Bastler unterschiedlich aus.

Bei der Wallfahrtsausstellung werden also nicht nur heimische Allgäuer Krippen mit rustikalen Ställen zu sehen sein wie jene von Roland Bruckner. Dazu gibt es weitere Besonderheiten. So wird in der Illerberger Werkstatt etwa an Kastenkrippen gebastelt und Krippen werden auf Baumpilzen gebaut. All diese Kunstwerke können am 14. September bei der "Internationalen Alpenländischen Krippenwallfahrt" im Kloster Roggenburg bewundert werden.

Ausstellung und Orgelspiel
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