Elchingen Gegenwind für Bauprojekte in Oberelchingen

Im Oberelchinger Ried entstehen derzeit zahlreiche Wohnungen. Ein neues Vorhaben lehnte der Bauausschuss jedoch ab.
Im Oberelchinger Ried entstehen derzeit zahlreiche Wohnungen. Ein neues Vorhaben lehnte der Bauausschuss jedoch ab. © Foto: Oliver Heider
OLIVER HEIDER 28.09.2016
Eine Anlage mit 13 Wohneinheiten soll im Ried entstehen. Die Pläne dafür lehnte der Bauausschuss ebenso ab wie jene für ein Haus am Martinstor.

Den geänderten Plänen für das dritte Haus stimmte der Bau- und Umweltausschuss noch einstimmig zu. Was Bauherr Konrad Dehm und seine Frau jedoch für das vierte neue Haus an der Glockeraustraße in Oberelchingen geplant haben, stieß dem Gremium bitter auf.

Als Ersatz für den bestehenden Bungalow soll ein Mehrfamilienhaus mit 13 Wohneinheiten entstehen. Es soll viergeschossig und 13,15 Meter hoch sein. Das bisherige Gebäude ragt dagegen nur 10,40 Meter in die Höhe. Eine zugehörige Tiefgarage erstreckt sich laut den Plänen an drei Seiten bis zur Grundstücksgrenze.

Ein Vorhaben, das der Ausschuss einstimmig ablehnte. „Die städtebauliche Grenze ist erreicht“, erklärte Andreas Mayr von den Freien Wählern Elchingen (FWE). Der Bauherr verfolge eine „Salami-Taktik“. Es entstehe „ein ganzes Konglomerat“ an großen Wohnanlagen. Auch Karin Batke von der Unabhängigen Freien-Wähler-Gemeinschaft (UFWG) kritisierte die Pläne. In der ursprünglichen Planung sei wenigstens „etwas Grün“ vorgesehen gewesen. Auch ein Spielplatz fehle jetzt. Die Anlage sei „einfach zu viel“ für das Areal. „Diese massive Bebauung kommt für uns nicht in Frage.“

Die große Tiefgarage sei zu tolerieren, meint Richard Rösch von der Dorfgemeinschaft Oberelchingen (DGO). „Nicht akzeptabel ist das vierte Geschoss.“ Eine Ansicht, die Bernd Schwerdtfeger (CSU) teilte. Und auch Reinhard Rotermund von der Elchinger Umweltliste (Eule) befand: „Wir müssen an die Anwohner im Ried denken.“

Knapper fiel das Votum gegen ein weiteres Bauprojekt in Oberelchingen aus. Ein Bauherr plant nahe dem Martinstor ein 16 mal 16 Meter großes Einfamilienhaus. Sowohl das Gebäude als auch der Carport lägen außerhalb der Baugrenze. Und: Anders als in der voriges Jahr genehmigten Bauvoranfrage komme nun noch einmal eine Ebene hinzu, informierte Bürgermeister Joachim Eisenkolb.

Das kritisierte Manfred Bittner (Eule). „Der Heilige Berg ist ein besonders sensibles Gebiet, das imageprägend ist.“ Das geplante Gebäude füge sich nicht ein. Nicht wegen seiner Modernität, sondern weil es zu hoch, zu wuchtig sei. Anders sah es Bernd Schwerdtfeger (CSU): Er hielt die Änderungen für akzeptabel und signalisierte Zustimmung seiner Fraktion. Und so stimmten letztlich jeweils die beiden Vertreter von CSU und UFWG im Ausschuss für das Projekt, sechs Räte und Bürgermeister Eisenkolb votierten dagegen.