Nersingen Gasturbine im Klärwerk spart Nersingen Geld

Nersingen / CZE 15.08.2013

Die Gasturbine im Klärwerk Nersingen läuft problemlos und erzeugt schon seit Anfang Februar ordentlich viel Strom. Jetzt hat die beauftragte Firma VTA die so genannte Mikroturbine offiziell an die Gemeinde übergeben. Rund 40 Prozent des Strombedarfs des Klärwerks können mit der Anlage abgedeckt werden, weil das entstehende Faulgas nicht mehr abgefackelt, sondern zur Stromgewinnung über die Turbine geleitet wird. Und das rechnet sich: In den ersten zehn Jahren wird der Betrieb der Gasturbine vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle bezuschusst, insgesamt spart die Gemeinde mehr als 50 000 Euro pro Jahr an Energiekosten ein. Auch danach kann sich die Ersparnis mit jährlich rund 45 000 Euro sehen lassen. Schon im fünften Betriebsjahr hätten sich die Investitionskosten von 215 000 Euro bezahlt gemacht, erklärt Bürgermeister Erich Winkler. Zudem kann - wie schon bisher - mit der Abwärme noch die Heizung der Kläranlage betrieben werden.

Es sei gar nicht so einfach gewesen, einen Anbieter zu finden, der in der Lage ist, kleine Gasturbinen für den Betrieb mit Faulgas zu liefern und einzubauen, berichtete der beratende Ingenieur Bernd Ellendt. Bislang habe die Turbine knapp 98 000 Kilowattstunden (kWh) Strom produziert, was eine Jahresleistung von fast 160 000 kWh erwarten lasse, sagt Ellendt.

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