Politik Freie Wähler Vöhringen feiern 40. Geburtstag

Seine Wahl war eine politische Sensation: Bürgermeister Karl Janson spricht bei der 40-Jahr-Feier der Freien Wähler in Vöhringen.
Seine Wahl war eine politische Sensation: Bürgermeister Karl Janson spricht bei der 40-Jahr-Feier der Freien Wähler in Vöhringen. © Foto: Sonja Fiedler
Vöhringen / sft 19.09.2017
Seit vier Jahrzehnten gestalten die Freien Wähler in Vöhringen die Entwicklung der Stadt mit – an höchster Stelle.

„Die erste Wahl war für uns ein großes Ereignis“: Das sagte Peter Kelichhaus, Fraktionsvorsitzender und Gründungsmitglied der Freien Wähler in Vöhringen, jetzt beim Festakt zum 40-jährigen Bestehen der Gruppierung. Auf Anhieb, erinnerte Kelichhaus, zogen die Freien Wähler als Quartett in den Stadtrat ein. Dort sind sie bis heute vertreten. Einen „einmaligen Wahlerfolg“ habe dann die Wahl von Freie-Wähler-Bürgermeister Karl Janson im Jahr 1996 dargestellt. „Es war schlichtweg eine politische Sensation.“

Janson, heuer seit 21 Jahren Rathauschef in Vöhringen, dankte den Mitgliedern für ihr kommunalpolitisches Engagement. Städte und Gemeinde seien Orte, an denen sich das Leben entfalte, Standorte wirtschaftlichen Lebens und Orte der Integration. „Für all diese Werte einzutreten, lohnt sich.“ Heute sei jeder einzelne gefordert, für die Demokratie einzustehen.

Ähnliche Worte fand Landrat Thorsten Freudenberger (CSU). Null Toleranz dürfe es für jene geben, die die Demokratie gefährden, egal, welcher Richtung sie angehörten, sagte er. Wichtig sei es, den Dialog mit Menschen zu suchen, die sich von der Politik nicht vertreten fühlen. „Wir müssen einen Weg finden, das Vertrauen der Bevölkerung wiederzufinden.“ Vöhringen habe sich in den vergangenen 40 Jahren „prächtig entwickelt“, sagte Freudenberger. Die Freien Wähler hätten einen großen Beitrag zum Wohl der Stadt geleistet.

Eine Ehrenurkunde als „Zeichen des Dankes für Engagement und 40 Jahre Treue zu den Freien Wählern“ wurde fünf Gründungsmitgliedern überreicht: Ernst Birnbrigl, Peter Kelichhaus, Rüdiger Kreisl, Eckard Mayer und Werner Weichsberger.