Versammlung Freie Wähler Elchingen: „Uns als Gemeinde geht es gut“

Johann Gröger, den Vorsitzenden der Freien Wähler, treibt vor allem die Finanzlage in Elchingen um.	Foto: Lisa Maria Sporrer
Johann Gröger, den Vorsitzenden der Freien Wähler, treibt vor allem die Finanzlage in Elchingen um. Foto: Lisa Maria Sporrer © Foto: Foto: Lisa Maria Sporrer
LISA MARIA SPORRER 02.12.2016

„Besonders die Finanzlage unserer Gemeinde macht uns zu schaffen“. Das sagte Johann Gröger in der jüngsten Mitgliederversammlung der Freien Wähler Elchingen (FWE). Die Ortskernsanierung in Oberelchingen, die Mittelschulsanierung, die Regenwasser-Ableitung vom Mühlausee und ein Kindergartenneubau in Thalfingen – „das wird unsere Finanzen gänzlich verschlingen“, erläuterte Gröger. So werden aller Voraussicht nach die Schulden bis zum Jahr 2020 von derzeit 3,3 auf 9,3 Millionen Euro steigen.

„Das ist eine Entwicklung, die wir als Freie Wähler nicht mittragen wollen“, sagte er und stellte die Frage, ob der 750 000 Euro Umbau des Feuerwehrhauses Unterelchingen wirklich notwendig sei. Auch das Schwimmbad sei zwar für die Gemeinde attraktiv, mache aber ein jährliches Defizit von 220 000 Euro. „Können wir uns das überhaupt leisten?“ Die Gemeinde müsse endlich den Spagat zwischen der finanziellen Leistungsfähigkeit und der Lebensqualität schaffen.

Gemeinderat Andreas Moser hoffte, dass die Gewerbesteuer durch das neue Gewerbegebiet steigen werde. Die Gemeinderatsfraktion der FWE beantragt eine Anbindung des derzeit neu entstehenden Wohngebiets „Obere Mühlau“ und des bereits bestehenden Wohngebiets „Am Seegraben“ an den Öffentlichen Personennahverkehr und die Errichtung einer Bushaltestelle.

Das Schlusswort der Versammlung gebührte dann aber dem Verwaltungs-Chef, der zwar lobende Worte für die Arbeit der Freien Wähler fand, gleichzeitig aber mehr Augenmaß der Bürger forderte im Bezug auf die kursierenden Gerüchte um die neuen Supermärkte. „Wir müssen den Vertrauensschutz zwischen der Verwaltung und dem Investor gewährleisten“, sagte Joachim Eisenkolb. „Uns als Gemeinde geht es doch perfekt“, kommentierte der Bürgermeister die Kritik an der Finanzlage und dem Schuldenstand. „Der einzige Trost für mich als Verwaltungschef ist: Wir schaffen Werte für all die Schulden“, sagte Eisenkolb. lms