Kommunales Feuerwehrhaus nimmt nächste Hürde

Das bisherige Gerätehaus ist zu klein und entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen.
Das bisherige Gerätehaus ist zu klein und entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen. © Foto: Martin Dambacher
Illertissen / Martin Dambacher 22.04.2017

Einstimmig und letztlich ohne große Einwände hat sich der Illertisser Bau- und Umweltausschuss in seiner jüngsten Sitzung für den vom Neu-Ulmer Planungsbüro Zint und Häußler vorgestellten Bebauungsplanvorentwurf ausgesprochen – und damit auch für eine Änderung des Flächennutzungsplans für das Gebiet nördlich des Ahornwegs und westlich der Unterrother Straße. Grund ist das neue Feuerwehrhaus. Das neue Gebäude im Illertisser Süd-Osten wird das alte und mittlerweile viel zu kleine Spritzenhaus in der Vöhlinstraße ablösen. Zur Neugestaltung des Plangebietes hat das Architekturbüro Braunger/Wörtz eine bauliche Konzeption erstellt, die als Studie für den erforderlichen Grunderwerb gilt. Diese sieht neben dem Feuerwehrhaus samt Fahrzeughalle in einem kompakten Baukörper auch Lager-, Werk- und Umkleideräume vor, genau wie Büros, Schulungsräume und eine Waschhalle. Die Zufahrt soll von Osten her über einen neu geschaffenen Weg von der Unterrother Straße aus erfolgen, die Alarmausfahrten südlich über den Ahornweg.

Schutz der Anlieger

Lediglich die avisierte L-Form sorgte für Diskussionen, da Ansgar Bauer (Freie Wähler)  gern Erweiterungsmöglichkeiten auf eine rechteckige Fläche hätte. Da laut Bauamtsleiter Manfred Norrenbrock und Planer Erwin Zint aber „locker eine Verdopplung der aktuell geplanten Baumasse“ möglich und die Kapazität somit für mindestens die nächsten 50 Jahre ausreichend sei, fand der Vorschlag Bauers keine Mehrheit.

Der Schutz der Anlieger liegt Dr. Wilhelm Fischer (CSU) am Herzen. Er gab zu bedenken, dass die nächtliche Lärmbelastung nach der Rückkehr von Einsätzen und dem anschließenden Reinigen und Verstauen der Fahrzeuge nicht zu unterschätzen sei.

Da bereits Gespräche mit den Anwohnern geführt worden seien und die grundsätzliche Zustimmung zum Bau des Feuerwehrhauses dort vorliege, sieht Bürgermeister Jürgen Eisen hier kein Hindernis. Der beschlossene Vorentwurf des Bebauungsplans geht nun in die Öffentlichkeitsbeteiligung und an die Behörden zur Prüfung.