Fusion Feuerwehren Roth und Berg wieder vereint

Pfaffenhofen / Patrick Fauß 10.11.2018

Seit 1947 hatten die Dörfer Roth und Berg, getrennt durch das Flüsschen Roth, jeweils ihre eigene Feuerwehr. Auf der Dienstversammlung am Donnerstagabend haben beide Wehren nun einstimmig beschlossen, ihre Eigenständigkeit aufzugeben und die gemeinsame Feuerwehr Roth/Berg zu gründen. Oder besser gesagt, wieder zu gründen, gar eine „Wiedervereinigung“ zu vollziehen, wie Kreisbrandrat Bernhard Schmidt formulierte.

Wie im ehemaligen Rother Rathaus erläuterte wurde, stehe es in beiden zur Marktgemeinde Pfaffenhofen zählenden Ortsteile schlecht um die Einsatzfähigkeit am Tag. Ein Großbrand vor einiger Zeit hatte dies vor Augen geführt. Beim Alarm konnten nur drei der rund 25 Rother Feuerwehrleute mobilisiert werden. Gelöscht haben den Brand im Wesentlichen Feuerwehrwehrleute aus Weißenhorn, Pfaffenhofen, Kadeltshofen und Holzheim.

Grund für die niedrige Einsatzfähigkeit am Tag ist, dass die meisten Feuerwehrleute berufstätig sind. Und dazu weit weg vom Wohnort arbeiten. In der Rother Wehr sind rund 25 Feuerwehrleute im Dienst. In Berg sind es 22. Außerdem sind die beiden Feuerwehrgerätehäuser marode, wurde an dem Abend klar. Das hatte Untersuchungen zum aktuellen Feuerwehrbedarfsplan ergeben. Ziel ist nun, ein neues gemeinsames Feuerwehrhaus zu errichten. Dazu führe die Marktgemeinde eine Standortanalyse durch, wie der Rother Kommandant Andreas Schweiggert (30) erläuterte. Ergebnisse liegen jedoch noch keine vor.

Laut  Bürgermeister Josef Walz mitteilte, werde der Marktrat das Votum der Feuerwehrleute für eine Fusion in einer der kommenden Sitzungen beraten und wohl auch bestätigen. Offiziell werde es dann zum 1. Februar 2019 die neue Feuerwehr Roth/Berg geben, mit wohl mehr als 40 Mann Gruppenstärke.

Vor 130 Jahren gegründet

Geschichte 1888 war die „Freiwillige Feuerwehr Roth-Berg“ gegründet worden. 28 Mann waren zunächst Teil der Pfaffenhofener Feuerwehr gewesen. Das erste schwere Gerät der Wehr Roth/Berg bestand aus einer Saugspritze, die 1891 angeschafft wurde. Das Auftauchen einer modernen Motorspritze nach dem Zweiten Weltkrieg war laut Ortschronist Herbert Schörnig der Grund, weshalb es am 17. Mai 1947 zur Teilung in zwei Wehren kam. „Einige Bürger aus Berg“, hatten damals den Wunsch dazu gehabt. Beim 2013 gemeinsam gefeierten 125-jährigen Gründungsjubiläum hatten beide Wehren noch an ihrer Unabhängigkeit festhalten wollen. Damals hatte jede der Wehren etwa 30 aktive Feuerwehrangehörige gehabt.

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