Weißenhorn Feuerwehr Weißenhorn beklagt Platznot

In die Jahre gekommen: Das Feuerwehrgerätehaus in der Illerberger Straße in Weißenhorn wurde Anfang der 1950er Jahre gebaut. Nun ist es zu klein geworden, klagen die Einsatzkräfte, die nun auf Hilfe von der Stadt hoffen. Foto: Michael Janjanin
In die Jahre gekommen: Das Feuerwehrgerätehaus in der Illerberger Straße in Weißenhorn wurde Anfang der 1950er Jahre gebaut. Nun ist es zu klein geworden, klagen die Einsatzkräfte, die nun auf Hilfe von der Stadt hoffen. Foto: Michael Janjanin
Weißenhorn / CARSTEN MUTH 03.08.2013
Das Gerätehaus ist der Feuerwehr Weißenhorn zu klein geworden. Der Kommandant schlägt vor, die Gebäude des Bauhofs mitzubenutzen. Die Stadt sieht Handlungsbedarf, hält sich jedoch bedeckt.

Die Mitglieder der Weißenhorner Feuerwehr müssen sich in Geduld üben. Die Stadt wird den Ausbau des in die Jahre gekommenen und zu kleinen Gerätehaus-Komplexes in der Illerberger Straße nach Lage der Dinge vorerst nicht in Angriff nehmen. Das hat Stadtbaumeister Burkhard Günther gestern auf Anfrage unserer Zeitung bestätigt.

Angesichts der laufenden Großprojekte - dem Bau einer Multifunktionshalle und die Schlösser-Sanierung - habe die Verwaltung derzeit keinen Spielraum. "Wir werden uns frühestens 2014 mit dem Thema intensiver befassen können. Früher ist nichts drin", sagt Günther. Schließlich sei der Ausbau des Feuerwehrheims ebenfalls eine Mammutaufgabe für die Stadt - "und eine Frage des Geldes". Das Vorhaben werde wohl viele Millionen Euro verschlingen. "Aber das wird letztendlich der Stadtrat entscheiden müssen."

Einige Mitglieder des Gremiums haben sich kürzlich während eines Vorort-Termins den Feuerwehr-Stützpunkt angeschaut. Kommandant Wilhelm Schneider wies dabei auf die Lage seiner Wehr hin. Für Schneider ist der Fall klar. Er betont: "Es muss einfach etwas passieren - und es ist unsere Pflicht, darauf hinzuweisen, was nicht funktioniert."

Die neuen Einsatzfahrzeuge passen laut Kommandant gerade noch so in die Halle, die gleichzeitig auch als Lager diene. Die Platzverhältnisse in der Halle seien entsprechend eingeschränkt. Der Gebäudekomplex sei schlecht isoliert, das Dachgeschoss habe wegen Schimmelbefalls geräumt werden müssen. Zudem fehle ein Raum für die Jugendfeuerwehr. "Auf dieses Problem weisen wir schon seit 20 Jahren hin", betont Uwe Kunze, Vorsitzender des Feuerwehrvereins. "Wenn wir Jugendliche werben wollen, müssen wir ihnen auch etwas bieten."

Kunze und Kommandant Schneider schlagen vor, den Feuerwehr-Stützpunkt auf das Grundstück des benachbarten städtischen Bauhofs auszudehnen. Dieser platze wie der Feuerwehr-Komplex aus allen Nähten. Über kurz oder lang müsse auch der Bauhof mehr Platz erhalten. "Das ist eine Idee, die wir ins Spiel gebracht haben", sagt Schneider. "Wir könnten uns das schon vorstellen. Wir wollen den Bauhof aber nicht vertreiben."

Stadtbaumeister Günther kann mit dem Vorschlag durchaus etwas anfangen. "Ein vernünftiger Gedanke, der aber schwierig umzusetzen ist." Wo der Bauhof im Falle eines Falles untergebracht werden könnte, ist noch völlig unklar. "Auch wir haben ein paar Ideen in der Schublade. Die sind jedoch noch nicht spruchreif", sagt der Stadtbaumeister. "Wir behalten den Grundstücksmarkt im Auge."

Günther hat Verständnis für das Drängen der Feuerwehr. Die Forderung nach mehr Platz sei absolut berechtigt. Kurzfristig könne das Projekt jedoch nicht umgesetzt werden, betont der Stadtbaumeister: "Zwischen Wunsch äußern und Wunsch umsetzen besteht mitunter ein langer Weg."

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