Soziales Ferienbetreuung in Senden wird ausgeweitet

Senden / Niko Dirner 18.05.2018
Auch an Pfingsten wird künftig in Senden ein Angebot für Grundschüler gemacht. Die Nachfrage schwankt.

Am Anfang stand der Vorschlag, die Ferienbetreuung für Grundschüler zu reduzieren. Am Ende beschloss der Sendener Schulausschuss sogar eine Ausweitung des Angebotes. Auslöser der Debatte war eine Bilanz der Betreuung im Schuljahr 2017/2018. Demnach wurden in den ersten beiden Wochen der Sommer-, in den Herbst- sowie den beiden Osterferien-Wochen insgesamt 63 Kinder betreut. In den Herbstferien und in den Faschingsferien kam keine Betreuung zustande, weil zu wenige Kinder gemeldet wurden. Die Mindeststärke liegt bei zwölf Mädchen und Buben.

Regina Rusch, SPD, schlug deshalb vor, des Angebot entsprechend auszudünnen. Damit, ergänzte Maren Bachmann, ebenfalls SPD, nur Ferien angeboten werden, in denen auf jeden Fall eine Betreuung zustande kommt. Das gebe Planungssicherheit für die Eltern. Walter Gentner von der Verwaltung hielt dagegen. Es gebe keinen „Automatismus“, dass die Betreuung in den Herbst- und den Faschingsferien zu wenig gefragt ist. Diese sei in den Vorjahren auch schon gut besucht gewesen. Laut der Aufstellung der Verwaltung nahmen im Schuljahr 2016/2017 insgesamt 76 Kinder an dem Angebot teil, im Schuljahr davor waren es 67 Mädchen und Buben. Bürgermeister Raphael Bögge ergänzte, die Eltern würden deutlich darauf hingewiesen, dass es eine Mindestteilnehmerzahl gibt. Anmeldungen sind möglich bis zu sechs Wochen für Beginn der Betreuung.

7000 Euro Defizit voriges Jahr

Walter Wörtz, CSU, warf ein, dass sich Angebot und Nachfrage doch selbst regelten. Wenn eine Betreuung nicht zustande kommt, sei das eben so. Der Stadt entstünden dann keine zusätzlichen Kosten. Das bestätigte Gentner auf Nachfrage auch – vergangenes Jahr betrug das Defizit übrigens rund 7000 Euro. Im Jahr davor waren es rund 10 600 Euro. „Ein Angebot von vorneherein nicht zu machen, ist die schlechteste Lösung“, meinte Claudia Schäfer-Rudolf, CSU. Im Grund könnten doch künftig sogar alle Ferien ausgeschrieben werden, auch die bisher nicht angebotenen Pfingstferien. Dem folgte der Ausschuss einstimmig.