Senden / Regina Frank  Uhr
Für den Stahlfaserhersteller Feel Fiber in Senden wurde kein Investor gefunden. Er galt als sehr innovativ.

Feel Fiber hat es mit einem selbstentwickelten und innovativen Herstellungsverfahren nicht bis zur Serienreife geschafft. Mit dem in vielen Ländern bereits geschützten neuen Verfahren können High-Tech-Stahlfasern mit hoher Tragkraft (zum Beispiel für den Tunnelbau) gefertigt werden. Es wären allerdings noch erhebliche Investitionen nötig gewesen. Die Suche nach einem Investor blieb bis dato erfolglos. Der Geschäftsbetrieb musste daher stillgelegt werden, berichtet Insolvenzverwalter Florian Zistler auf Anfrage der SÜDWEST PRESSE.

Feel Fiber hatte im April Insolvenz anmelden müssen. Von den damals 17 Mitarbeitern waren zuletzt noch 14 in dem Unternehmen beschäftigt. Ihnen wurde inzwischen gekündigt.

Vielversprechende Produkte

Das fertige Produkt von Feel Fiber vermochte durchaus zu begeistern: Ein Dax-Unternehmen hatte wie berichtet schon starkes Interesse daran gezeigt. Ein Investor hätte nach weiteren Investitionen die Chance gehabt, ein nahezu konkurrenzloses Produkt auf den Markt zu bringen, das neue Möglichkeiten im Bauwesen eröffnen würde. Warum  wollte niemand diese Firma mit einem so innovativen Produkt übernehmen? Das habe an der „Ungewissheit der notwendigen weiteren Entwicklung“ gelegen, meint der Insolvenzverwalter. Niemand wollte offenbar das weitere Entwicklungsrisiko übernehmen.

Die Firma Feel Fiber wurde im Jahr 2012 gegründet, die Stillegung ist, wie jetzt bekannt wurde, bereits Anfang Juni vollzogen worden. Die Hallen in Senden waren angemietet, die Verträge wurden gekündigt.

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Verfahren mit hoher Präzision

Innovation: Feel Fiber hat ein neuartiges Herstellungsverfahren für die Verbesserung eines bekannten Produktes entwickelt. Die hohe Präzision des Verfahrens steigert laut Insolvenzverwalter Florian Zistler die Eigenschaften der Stahlfasern, was wiederum den Anwendungsbereich in der Bauwirtschaft erweitere.