Ein buntes Straßenfest mit Teilnehmern aus der ganzen Region. Das war der Faschingsdienstagsumzug durch die Weißenhorner Altstadt. Mit seinen 82 teilnehmenden Kapellen, Themenwagen, Masken-, Kostümgruppen und tausenden Besuchern einer der größten in der Region. Viele nahmen nicht nur am Umzug, sondern auch an der großen Abschlussparty auf Kirch- und Hauptplatz sowie in Wirtshäusern teil, mit der der letzte Tag der fünften Jahreszeit zu Ende ging.Einem nicht vergessenen Ärgernis hat sich die spontane Gruppe „Wasserkocher Attenhofen“ um Kreisrat Alexander Engelhard gewidmet. In Arztkostümen und einem überdimensionalen Wasserkocher erinnerten die Narren an die jüngsten Hygieneprobleme mit dem fuggerstädtischen Trinkwasser: „Willst Du Wasser ohne Keim, hau’s in den Wasserkocher rein“, lautete das auf den Kocher geschriebene Motto.

Von Queen inspirierte Kostüme

Michael Hipp (48) aus Würzburg, geborener Weißenhorner, kommt seit 30 Jahren jedes Jahr zur Fastnacht in die Fuggerstadt. Mit der Gruppe des TSV, diesmal unter dem Motto „God Shave the Queen“ und einer bärtigen Queen „Liesl“, war er als einer der 28 Queen’s Guards unterwegs. Zwei andere Narren ließen sich ebenfalls von Queen inspirieren. Von der gleichnamigen Popgruppe, um genau zu sein – und der Filmpreisverleihung in Hollywood. Sie spazierten als Freddy-Mercury-Doubles mit Staubsaugern und Minirock über die Strecke.

Abschluss der Saison war dieser Umzug für die Mädchen und Jungen der Spätzles- und Spatzengarden des Ulmer Kuhbergvereins. Ob die in diesem Jahr besonders lange Fastnachtssaison für die Tanzsportgruppe anstrengender war als sonst? „Es war entspannt, weil man die Auftritte schön verteilen kann“, sagte Spatzengardemädchen Luisa Schall (17) dazu. Auch bei anderen Umzugsteilnehmern ließen sich keine Abnutzungserscheinungen entdecken.

„Die Leute hier wollen Spaß haben“, sagte der Leiter des elfköpfigen Security-Teams, Roland Freudenreich, von der Firma SHS. Deshalb und wegen der engen Zusammenarbeit mit den Organisatoren von der Interessengemeinschaft Weißenhorner Fasnacht (IWF) sowie Polizei und Rettungskräften gebe es für eine Veranstaltung dieser Größe wenige Vorfälle. Auf dem Freihalten von Flucht- und Rettungswegen liege ein Hauptaugenmerk der Sicherheitsarbeit.

Familiäre Atmosphäre

„Viele Leute kennen sich untereinander“, ergänzte Christian Simmnacher, bei der IWF zuständig für die Straßenfastnacht. Viele Kinder kommen mit. Die Atmosphäre sei familiär.

Das könnte dich auch interessieren