Hilfe Familienstützpunkt für Vöhringen

Vöhringen / Ingrid Weichsberger 14.03.2018

Die Stadt Vöhringen wird an der Grundschule Nord einen Familienstützpunkt zunächst für drei Jahre einrichten. Silke Echter, Leiterin des Hortes und der Mittagsbetreuung an der Schule, soll die Einrichtung zusätzlich übernehmen. Da sie ihre Einsatzstunden im Hort reduzieren muss, soll eine weitere Fachkraft diese Lücke schließen. Nach einer sehr strittigen Diskussion beschlossen die Mitglieder im Hauptausschuss, dem Vorschlag der Verwaltung mit 7:5-Stimmen zuzustimmen. Bedauert wurde, dass sich die Gemeinde Bellenberg an dieser Einrichtung für Familien nicht beteiligen will.

Das Misstrauen im Ausschuss gegenüber der bayerischen Staatsregierung war groß. Etliche Räte vermuteten, dass nach der Beendigung der dreijährigen, bezuschussten Laufzeit die Stadt für die Weiterführung des Familienstützpunktes aufkommen müsse. Peter Kelichhaus (FWG)  fragte: „Wie sollen wir das stemmen?“ Für Vöhringen steht ein Zuschuss für Personalkosten in Höhe von 15 500 Euro vom Landkreis Neu-Ulm im Raum.

Johann Gutter (CSU) wies auf die enormen Veränderungen in den Familien hin. Er habe während seiner Laufbahn als Lehrer und Schulleiter diesbezüglich einiges lernen müssen. Heute seien viele Familien auf Unterstützung angewiesen. Janson sagte dazu, dass es eine Aufgabe der Familienhilfe ist, die Eltern dabei zu unterstützen, sich im Behörden-Dickicht zurecht zu finden.

Sowohl Angelika Böck, als auch ihr CSU-Kollege Bernhard Thalhofer sahen bei diesem Thema Staat und Landkreis in der Pflicht. „Wir haben alle Beratungsstellen, vom Schulsozialarbeiter bis zum Streetworker, in der Stadt. Die Betroffenen müssen nur dorthin gehen“, stellte Brigitte Endriß (SPD) fest. Ihr Parteikollege Roland Bader dagegen befürwortete die Einrichtung des Familienstützpunkts.