Motorsport Stoppelcrossrennen in Rammingen

Staubige Angelegenheit: Spektakuläre und umkämpfte Rennen sahen die Zuschauer gestern beim Stoppelcross in Rammingen.
Staubige Angelegenheit: Spektakuläre und umkämpfte Rennen sahen die Zuschauer gestern beim Stoppelcross in Rammingen. © Foto: Patrick Fauß
Rammingen / Patrick Fauß 26.08.2018

Es geht ziemlich auf die Unterarme – und man muss sehr konzentriert sein“, fasste Motocrossfahrer Christian Schwarzkopf aus Donzdorf die Herausforderung beim Stoppelcross zusammen. Mit exakt 197 weiteren Fahrern und Fahrerinnen hat der 27-Jährige am Sonntag an den Wertungsläufen auf der 1,2 Kilometer langen Querfeldeinstrecke auf dem abgeernteten Acker bei Rammingen teilgenommen.

Zahlreiche Besucher verfolgten bei leicht bewölktem Spätsommerwetter die Rennen, die in elf Klassen ausgetragen wurden: Von flinken 50ern bis hin zu schweren 600 Kubikzentimeter-Maschinen, einer Seitenwagen-Klasse und einer Rennklasse mit vierrädrigen „Quads“ war alles dabei. Außerdem gab es Wertungsläufe für Teilnehmer der Altersklasse über 45 Jahren.

In dieser Klasse war auch Reinhold Bronnhuber aus Aislingen bei Dillingen angetreten. Er habe die Party am Vorabend ausfallen lassen, um fit zu sein, erläuterte der 59-Jährige. Das hat sich offensichtlich gelohnt. Im ersten Lauf hat er immerhin den zweiten Platz belegen können. Mit den Streckenverhältnissen sei er gut klar gekommen. Der Boden sei zwar staubig, durch die jüngsten Regenfälle aber dennoch griffig genug für die Reifen gewesen.

Ältester Fahrer ist 74

„Vom Gelegenheitsfahrer bis zum Profi können alle teilnehmen“, sagte der Sprecher der Motorradfreunde, Wolfgang Klaiber. Entsprechend breit gefächert war das Teilnehmerfeld. Mit gerade einmal vier Jahren war Max Funke aus Westerstetten dieses Jahr der jüngste Rennteilnehmer. Er startete auf seinem Kindermotorrad in der 50 Kubikzentimeter-Klasse. Ältester Motocross-Fahrer war der 74-jährige Holger Roth aus Margarethen im Allgäu.

Jedes Jahr seien die Voraussetzungen auf dem Feld anders. Mal sei alles schlammig, mal trocken. Gleich bleibe die Grundanforderung für jeden Fahrer: „Man braucht eine sehr gute Kondition, um am Rennen teilzunehmen“, betonte Klaiber. Jeder Durchlauf dauerte zwölf Minuten. In dieser Zeit legten die Fahrer etwa sieben Runden auf dem extrem kurvigen Parcours zurück.

Viele fleißige Helfer

110 Helfer haben mit angepackt, um die Veranstaltung in diesem Jahr auf die Beine zu stellen. Viele Freunde des Vereins unterstützten die 66 Ramminger Motorradfreunde. Landwirte aus dem Ort stellten jeweils ihre Äcker zur Verfügung, damit die Rennen ausgetragen werden konnten. Auch den Ramminger Bürgern sei der Verein dankbar, dass sie Trubel und Lärm hinnahmen, hieß es.

Viele erste Plätze wurden von den „Profis“ abgeräumt. Insgesamt ging es aber um den Spaß am Mitmachen. Alle 31 Jugendlichen bis 18 Jahre bekamen Teilnehmerpokale. Zudem waren Oldtimer-Maschinen am Start. Eines der betagteren Zweiräder war diesmal eine Maico mit 490 Kubikzentimetern. Baujahr: 1971. 

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