Natur Erste Bilanz der Zählaktion

swp 12.01.2018

Milde Temperaturen sind auch im Garten „zählbar“ – das ist die erste Bilanz der Aktion „Stunde der Wintervögel“ von Naturschutzbund und Landesbund für Vogelschutz in Bayern. Bei dieser nahmen rund 300 Menschen im Kreis Neu-Ulm teil. Mehr Zugvögel wurden in diesem Winter beobachtet. Auch der Star als Vogel des Jahres war vom 5. bis 8. Januar häufiger zu sehen. So zählten die Teilnehmer im Vergleich zu den Vorjahren auch deutlich mehr Hausrotschwänze oder Bachstelzen. Diese profitierten von den gemäßigten Wintertemperaturen und bleiben öfter in ihren Brutgebieten. „Diese Kurzstreckenzieher sind normalerweise darauf angewiesen, den Winter im wärmeren Mittelmeerraum zu verbringen“, ergänzt der Landesbund. Nun finden sie aber in der kalten Jahreszeit in der Region noch genügend Nahrung und sparen sich deshalb immer häufiger den Flug in den Süden.

Nach dem Einbruch im Vorjahr sei die Kohlmeise bei einer ersten Zwischenbilanz zurück bei den am häufigsten beobachteten Vögel – mit dem Feld- und Haussperling. Sorgen mache den Naturschützern jedoch das schwache Abschneiden der Amsel. Noch bis zum 15. Januar können die Beobachtungen vom Wochenende gemeldet werden – online unter www.stunde-der-wintervoegel.de