Kellmünz Ermittlungen nach Bahnunfall in Kellmünz vorerst beendet

Kellmünz / MUT 07.08.2013
Drei Wochen nach dem schweren Bahnunglück in Kellmünz im südlichen Kreis Neu-Ulm hat die Polizei ihre Ermittlungen vorerst abgeschlossen. Das teilte ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Kempten am Dienstag auf Nachfrage mit.

Drei Wochen nach dem schweren Bahnunglück in Kellmünz im südlichen Kreis Neu-Ulm hat die Polizei ihre Ermittlungen vorerst abgeschlossen. Das teilte ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Kempten am Dienstag auf Nachfrage unserer Zeitung mit. Staatsanwaltschaft und Polizei warten nun auf das Gutachten eines Sachverständigen, der mit der Untersuchung der Unfallursache beauftragt wurde. Mit Ergebnissen ist laut Polizei aber erst in einigen Wochen oder gar Monaten zu rechnen.

Wie berichtet, hatte am 17. Juli ein Regionalzug an einem Bahnübergang den Golf einer 46-Jährigen erfasst. Der Triebwagen des Zugs sprang aus den Gleisen und stürzte in den Garten eines Wohnhauses. Insgesamt wurden 13 Menschen verletzt. Die Autofahrerin aus Osterberg wurde mit lebensbedrohlichen Verletzungen in eine Klinik geflogen. Dort befindet sich die Mutter dreier Kinder noch immer, ihren Zustand bezeichnet die Polizei als unverändert kritisch.

Wie es zu dem tragischen Unglück kommen konnte, ist unklar. Die Polizei vermutet, dass die Autofahrerin den Zug übersehen hat, weil sie von der Sonne geblendet war. Die 46-Jährige konnte bislang noch nicht vernommen werden. Das Eisenbahnbundesamt hat einen technischen Defekt an dem schrankenlosen Bahnübergang ausgeschlossen. Die Lichtsignalanlage dort habe funktioniert.