Elchingen / DAVE STONIES  Uhr
Elchinger Jungfischer haben am Samstag wieder das Gebiet an Seen und der Donau von Müll befreit. Erstmals halfen bei der Aktion Flüchtlinge mit.

Seit vielen Jahrzehnten kümmern sich die Jugendlichen des Elchinger Fischereivereins um die Sauberkeit der umliegenden Seen. Dafür treffen sie sich einmal im Jahr. Dann wird klar Schiff gemacht. Einen ganzen Tag lang befreien sie - ausgerüstet mit Handschuhen, Eimer und Zange - das Gebiet an 16 Seen und der Donau von Müll und Unrat. So auch dieses Jahr.

"Zwischen drei und fünf Kubikmeter kommen da schon zusammen", erklärt Jugendleiter Daniel Schaefer. Dabei haben die Nachwuchs-Fischer schon einmal kuriose Gegenstände gefunden: Klappstühle, alte Fahrräder und Kleidung - und das mitten im Wald. Einmal jedoch fanden sie sogar einen Tresor. "Das war schon sehr seltsam", sagt Schaefer.

Heuer sind erstmalig auch einige Flüchtlinge aus der Gemeinde mit von der Partie. "Das ist gelebte Integration", ist sich Schaefer sicher. Zusammen mit den 16 Jungfischern helfen acht Flüchtlinge aus Syrien, Ghana und Afghanistan - verteilt auf mehrere Gruppen - fleißig mit.

Die Aktion "Sauberer Auwald" ist ein fester Bestandteil im Jugendkalender des Vereins. Zwar sei dies eine Pflichtveranstaltung für die Kinder und Jugendlichen. Dennoch kommen die meisten immer gerne zum Helfen, meint Schaefer. "Es gehört sich einfach, da mit zu machen", sagt er.

"Es muss alles ordentlich sein, damit die Natur schön bleibt", erklärt der zehnjährige Jungfischer Paul. Und sein Vereinskollege Tim ergänzt: "Der Müll stellt bestimmt auch eine Gefahr für die Tiere dar, daher muss alles sauber sein."

Von den 470 Mitgliedern sind in Elchingen derzeit 32 Jungfischer aktiv. Neben dem Umgang mit der Angel und der Gewässerbewirtschaftung lernt der Nachwuchs viel aus verschiedenen Bereichen des Naturschutzes.