Kaum ein Stück drückt die Gefühle, welche die Nachwuchsmusiker mit ihrem Dirigenten Achim Götz verbinden, besser aus als die Ballade von Michael Jackson: „Heal The World“ erklang denn auch zum Abschluss des Überraschungsempfangs für Achim Götz. Musiker aus allen Elchinger Blaskapellen, aus Langenau und Wasserburg, Pfadfinder und Fasnachter überraschten Götz mit einem Ständchen in der KSV-Halle in Unterelchingen.

Der traf reichlich perplex ein, im ungewohnten schwarzen Anzug und mit dem Bundesverdienstkreuz am Revers. Die Ehrung war Götz kurz zuvor im Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst überreicht worden. Staatssekretär Bernd Sibler hatte dabei die Verdienste des Ober­elchingers für die Jugendarbeit, für Musik und Brauchtum gewürdigt und unter anderem seine Unterstützung als Büttenredner für die „Aktion 100.000 – Ulmer helft“ hervorgehoben.

Viele Dankesworte

Sehr persönlich und emotional waren die Dankesworte von Götz´ Weggefährten in der Unter­elchinger KSV-Halle. Christian Holl, Zunftmeister der „Därles Bärbla“, erinnerte daran, dass Götz bereits zahlreiche Orden trage, darunter das Großkreuz des Landesverbands Württembergischer Karnevalsvereine und den Verdienstorden in Gold des Bundes Deutscher Karnevalsvereine. Die Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz sei die „logische Konsequenz und der Höhepunkt“. Seit 40 Jahren stehe Götz während der Fasnacht in der Bütt, seit 30 Jahren als „Elchinger Weagmacher“. Zu seinen Verdiensten ums Brauchtum gehöre die Gründung der Maskengruppe „Därles Bärbla“.

Den unermüdlichen Einsatz für die Jugendkapelle „Schwäble“ des Musikvereins Langenau hob dessen Vorsitzender Steffen Faul hervor.  Götz habe in den vergangenen 26 Jahren die „Schwäble“ zu dem gemacht, was sie heute sind: ein preisgekröntes Orchester und ein Aushängeschild der Stadt Langenau. Dem Dirigenten sei es gelungen, sehr viele Jugendliche an die Musik und ans Vereinsleben heranzuführen.

Das bestätigte Harry Pogadl für die von Achim Götz vor 21 Jahren gegründete und seither – nicht nur musikalisch – betreute Jugendkapelle Elchingen (Juka): „Juka ist vor allem Spaß am Musizieren. Den zu vermitteln, das ist die Hauptleistung.“ Wolfgang Mader, Abteilungsleiter der KSV-Blaskapelle, sprach für die drei Elchinger Musikvereine und als Vater: Götz habe „viel getan für Elchingen“ und seine Jugend. „Wir haben dir unsere Kinder gerne anvertraut und mitgegeben“, sagte Mader.

Ein guter Freund

Auf die „vielen zehntausend Kilometer, die wir als Musiker und Hexen zusammen unterwegs waren“, ging Carsten Hamaleser ein. „Gonzo“, wie der Dirigent genannt wird, sei traditionsbewusst, aber auch jugendlich-locker, lebensfroh und temperamentvoll sowie ein guter Freund. Hamaleser erinnerte an „gigantische Konzerte“ und viele Feste. Er würdigte die Juka als Brücke zwischen den drei Ortsteilen und Götz´ kommunalpolitisches Wirken als Gemeinderat.

Vorgeschlagen worden war er fürs Verdienstkreuz nicht zuletzt, weil er seit Jahren den Kontakt nach Sachsen-Anhalt pflegt. Wenn die Juka dort beim Mansfelder Blasmusikfest auftritt, ist sie  „wie immer die coolste Truppe“, wie Lea Schneid und Hanna Schorn sagten.  Das liege eindeutig an „Gonzo“. Der bedankte sich vor allem bei seiner Familie und bei allen Mitstreitern. „Ich tue mir das alles nur an, weil ich weiß, dass ich mich auf jeden Einzelnen hier im Saal verlassen kann“, betonte er und bekam von Hamaleser den Dirigentenstab für das Lied „Heal The World“.

Engagement in vielen Bereichen


Zur Person Achim Götz wurde 1961 geboren. Er ist verheiratet, hat zwei erwachsene Töchter und arbeitet als Verwaltungsbeamter im Landratsamt Neu-Ulm. Außerdem sitzt Götz (CSU) im Elchinger Gemeinderat.

Engagement Seit 1982 ist Götz Dirigent der „Langenauer Schwäble“, seit 1991 Bezirksjugendleiter im Allgäu-Schwäbischen Musikbund. Außerdem ist er seit 2007 Ehrenzunftmeister der „Därles Bärbla“, Ehrenmitglied des Oberelchinger Musikvereins und Jugend-Dirigent in Elchingen.