Edeka, Lidl, Drogerie Müller, Herrman Schuhe und Mode: Diese Märkte sollen das leerstehende Areal im Unterelchinger Gewerbegebiet beleben. Der Bau- und Umweltausschuss hat einstimmig grünes Licht dafür gegeben, dass das frühere Real-Markt-Gebäude entkernt, die Verkaufs- und Nebenflächen neu eingeteilt, ein Discounter angebaut werden dürfen.

Laut  Investor Robert Straub werden der Schuh- und Textilmarkt Herrmann knapp 1970, der Edeka-Markt rund 1650 und der Drogeriemarkt Müller fast 960 Quadratmeter belegen. Der Discounter Lidl soll seinen bisherigen Standort verlassen und einen Anbau zwischen dem Ex-Real-Markt-Gebäude und der Staatsstraße 2021 erhalten. Verkaufsfläche: 1340 Quadratmeter. Auf dem Areal stehen 272 Stellplätze zur Verfügung.

Straub hatte ein Gutachten bei der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung in Auftrag gegeben. Dieses war im März nach Angaben der Elchinger Verwaltung zum Ergebnis gekommen, dass bei der Angebotssituation in Elchingen bei nur zwei Discountern und keinem  Vollsortimenter in quantitativer und qualitativer Hinsicht ein Defizit bestehe. Schuh- und Bekleidungsgeschäfte gebe es auch nicht. Und: Die Gutachter rechnen damit, dass Lebensmittel- und Drogeriegeschäfte 85 bis 88 Prozent ihrer Umsätze mit Elchingern machen werden, der Schuh- und Bekleidungsmarkt 60 Prozent. Damit sei „eine überwiegend lokale Versorgungsfunktion“ gegeben.

Großes Lob für Investor

Die Räte zeigten sich erfreut: Andreas Mayr (FWE) sprach von einer „richtigen Entscheidung“, Reinhard Rotermund (Eule) attestierte dem Investor „solide gearbeitet“ zu haben, Karin Batke (UFWG) erwartet „ein tolles Einkaufszentrum“. „Auch wir freuen  uns, dass es klappt“, sagte Richard Rösch. Seine DGO hatte sich lange skeptisch gezeigt. Wie die CSU, die kurzfristig auch für einen Rewe-Markt in der Oberelchinger Ortsmitte plädiert hatte.  Bernd Schwerdtfeger regte nun nur an zu prüfen, ob eine Ladestation für E-Bikes installiert werden könne.