Vor einem halben Jahr hatte sich der Gemeinderat für einen weiteren Versuch entschieden, das leer stehende Real-Markt-Gebäude wiederzubeleben. Lange war es dann ruhig um die Pläne des Investors Robert Straub. Nun kommt Bewegung in die Sache. Zumindest, was die benachbarten Gebäude in der Nersinger Straße 25 angeht.

Nachdem der Gemeinderat vor kurzem nichtöffentlich über den aktuellen Stand informiert worden war, genehmigte der Bau- und Umweltausschuss am Montagabend einen Bauantrag. Dieser sieht vor, zwei Einzelhandels-Flächen im Unterelchinger Gewerbegebiet zu einem Sonderpreis-Baumarkt umzubauen: Die Verkaufsflächen des ehemaligen Plus-Marktes (623 Quadratmeter) und des früheren Kik-Marktes (401 Quadratmeter) sollen zusammengelegt werden.

Nach Angaben der Verwaltung handelt es sich um einen Laden, „der nicht das komplette Sortiment eines konventionellen Baumarkts aufweist“. Hauptsächlich sollen dort Kleineisenwaren, Sanitär-, Garten-, Auto-, Werkzeug- und Malerzubehör sowie Farben erhältlich sein. Für einen „klassischen Baumarkt mit umfassendem Sortiment“ seien eher 5000 Quadratmeter nötig, hieß es.

Lob von zwei Ratsmitgliedern

Karin Batke (UFWG) begrüßt Straubs Vorhaben, wie sie sagte. Seien die Parkplätze vor dem Gebäude doch „in der Vergangenheit als Lkw-Parkplatz und Müllhalde“ missbraucht worden.

Während die anderen Ausschussmitglieder schwiegen, hatte auch Andreas Mayr (FWE) lobende Worte parat. „Unsere Geduld und unser Vertrauen in den Investor haben sich ausgezahlt“, sagte Mayr. „Die Gebäude werden aus dem Dornröschenschlaf erweckt.“ Mayr setzt auf eine Signalwirkung. „Wir hoffen auf weitere Bauanträge, insbesondere für das Real-Gebäude“, erklärte er.

Bürgermeister Joachim Eisenkolb zufolge soll der genehmigte Baumarkt „bis zum Herbst laufen“. Ob und wann es positive Nachrichten hinsichtlich eines von vielen Elchinger Bürgern erwünschten Vollsortimenters im Real-Markt-Gebäude gibt, bleibt indes offen.