Aktion Einradfahren fast wie im Zirkus

Akrobatische Einlage: Die Einrad-Pyramide klappt schon tadellos.
Akrobatische Einlage: Die Einrad-Pyramide klappt schon tadellos. © Foto: Sonja Fielder
Langenau / Sonja Fiedler 14.02.2018
20 Kinder üben in den Faschingsferien in Langenau das Einradfahren. Und bekommen schon stattliche Kunststücke zusammen.

Höchste Konzentration in der Albecker-Tor-Halle: Synchron steigen Rabea und Rhianna auf ihre Einräder, während sich Sophie auf die Gabeln der beiden Räder stellt. Als Pyramide setzten sich die drei Mädchen in Bewegung, halten mit den Armen das Gleichgewicht – fast wie im Zirkus.

Rabea, Rhianna und Sophie nehmen am Einrad-Schnupperkurs teil, den die Stadt Langenau an drei Tagen in den Faschingsferien anbietet. 20 Kinder, darunter auch einige Jungen, tummeln sich in der Halle, viele von ihnen besuchen den Kurs zum wiederholten Mal, wie Kursleiter Jochen Bühner sagt: „Die meisten sind schon ganz fit.“ Doch um mitzumachen brauche man weder Vorkenntnisse noch ein eigenes Einrad: „Ich hab das ganze Auto voll mit Einrädern in verschiedenen Größen.“

Erst fünf Jahre alt seien die Jüngsten, die sich im Ferienkurs auf das Gefährt trauen und ihr Gleichgewicht trainieren. Ob drei Tage reichen, um sich auf dem Rad halten zu können sei individuell: „Wenn sie schon etwas größer sind, kommen sie nach drei Tagen meist schon ins freie Fahren.“ Doch ein Muss sei das nicht, jeder könne in seinem eigenen Tempo üben.

Rückwärts oder einbeinig

Rückwärts oder einbeinig wollen sie fahren lernen, den freien Aufstieg auf das Rad verbessern, jonglieren oder sich im so genannten „Pendeln“ üben, bei dem man im Stehen vor und zurück fährt – die Ziele, die sich die  Kursteilnehmer für die drei Tage gesetzt haben, sind ganz verschieden. Bühner, Trainer im Jugendzirkus Maroni in Bad Boll, gibt Tipps, leitet an und hilft den Kindern, ihre Ziele zu verfolgen.

Lieber Halle als Straße

Normalerweise seien sie auf den Wegen und Straßen in ihrem Wohngebiet auf dem Einrad unterwegs, sagt die elfjährige Rabea, aber in der Halle fahre es sich einfach schöner: „Da ist ein besserer Fußboden.“ Außerdem störten weder Autos noch Hindernisse den Fahrspaß. Doch was ist denn eigentlich die Faszination am Einradfahren? „Man hat die Hände frei“, sagt die neunjährige Sophie und erklärt, dass sie schon einmal Salat in der Hand auf dem Einrad transportiert habe. Einen Lenker wie am Fahrrad haben Einräder schließlich nicht.

Auch dass sie vieles ausprobieren können und ihren Gleichgewichtssinn trainieren, begeistert die Kinder am Einradfahren. „Es macht einfach Spaß, weil es Spaß macht“, fasst Pauline zusammen. Und reichen drei Tage Kurs aus? „Nein!“, rufen Luisa, Johanna, Kim und die anderen Mädchen.

Sie sind sich einig: Fünf Tage wären besser. „Da lernt man mehr.“ Wenn Jochen Bühner seinen Kurs in den kommenden Ferien erneut anbietet, wollen die Einradfans auf jeden Fall wieder dabei sein.

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