Illertissen Ein opulenter Festgottesdienst

Beeindruckender Festgottesdienst in der Kollegskirche mit den Augsburger Domsingknaben. Foto: Helmut Frank
Beeindruckender Festgottesdienst in der Kollegskirche mit den Augsburger Domsingknaben. Foto: Helmut Frank
Illertissen / HELMUT FRANK 24.05.2012
Nach dem Ende der Ära der Ordensbrüder am Kolleg der Schulbrüder in Illertissen, wird deren traditionelles Stifterfest auch weiterhin gefeiert.

Auch in Zukunft gibt es das Stifterfest am Kolleg der Schulbrüder in Illertissen. Um diese Tradition neu zu verankern, wurde im Rahmen eines opulenten Festgottesdienstes des heiligen Johannes von La Salle und aller verstorbenen Schüler, Lehrer und Schulbrüder, die an der Schule Dienst taten, gedacht. Die Messe begann mit einem großen Einzug der 35 jungen Sänger der Augsburger Domsingknaben und der 28 Personen des Altardienstes. Die Kollegskirche war mit etwa 550 Besuchern vollbesetzt. Neben aktuellen Lehrkräften und Schülern sah man auch viele Ehemalige sowie Freunde des Kollegs, die sich der Schule verbunden fühlen.

Der Einzug wurde von einem Bläserensemble des Kollegs begleitet. Unter der Leitung von Ulrich Streckmann sangen die Domsingknaben diszipliniert und in höchster Qualität die "Missa Prima in C" von Claudio Grassini sowie das "Cantabo Domino" von Oratio Vecchi und das "Exulate Deo" von Alessandro Scarlatti. Die Sänger bekamen viel Beifall und Lob.

Es war ein mehrfaches Zusammentreffen: Zwei Schulwerkseinrichtungen - Domsingknaben und Schüler des Kollegs - kooperierten bei der Gestaltung der Messe. Aus Wien war eigens der Vizeprovinzial Bruder Paul angereist, um die weiter bestehende Verbundenheit zu zeigen. Die Messe wurde vom Pater Christian, dem Schulgeistlichen des Kollegs, zelebriert. In seiner Predigt betonte er die Aktualität der Prinzipien von Johannes von La Salle, denn dieser habe für die Verbindung von "Wissen" und "menschlicher Qualität" gestanden, was in Zeiten heutiger politisch geprägter Schulreformen zum Vorbild tauge. Beide Faktoren seien darüber hinaus auch Dinge, die in der hl. Schrift als Gottesgeschenke vor die Augen gestellt werde - wofür sich aber der Mensch öffnen müsse.

Nach der Messe gab es in der Mensa mit Bewirtung durch die Schülerfirma S.E.M.F. noch die Möglichkeit zum gemütlichen Beisammensein und zur Begegnung zwischen den Gästen aus Augsburg und den Illertissern. Im Freien sangen die Domsingknaben außerdem einige Zugaben aus ihrem reichen Repertoire.

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