Senden Ein großes Fest für jedermann

Neuwahlen beim Bürgerverein Senden: (von rechts) Antje Esser bleibt Vorsitzende, Otto Fülle ihr Stellvertreter, Rita Richter ist weiterhin Kassiererin. Foto: Claudia Schäfer
Neuwahlen beim Bürgerverein Senden: (von rechts) Antje Esser bleibt Vorsitzende, Otto Fülle ihr Stellvertreter, Rita Richter ist weiterhin Kassiererin. Foto: Claudia Schäfer
Senden / CLAUDIA SCHÄFER 15.08.2013
Mit einem Familienfest im Stadtpark möchte der Bürgerverein Senden 2014 an den Erfolg früherer Veranstaltungen anknüpfen. Das sagte die Vorsitzende Antje Esser bei der Jahreshauptversammlung.

Zwei Webereifeste hat der Bürgerverein 2011 und 2012 veranstaltet. Einmal reichte es zu einem kleinen Plus, ein andermal zahlte der Verein drauf. Und das trotz des "riesigen Aufwands" bei der Organisation des zweitägigen Festes, sagte die Vorsitzende Antje Esser bei der Hauptversammlung. Allein die Kosten für die Infrastruktur wie Klos und Frischwasserleitungen hätten einen Gewinn schon aufgefressen. Das Ziel, Geld für soziale und städtische Projekte zu verdienen, bleibe aber bestehen, so Esser. Sie betonte, der Verein werde von der Stadt nicht bevorzugt, bezahle für alle städtischen Leistungen.

Kritik äußerte die Vorsitzende an den Sicherheitsauflagen der Verwaltung: Sie habe "großes Verständnis für Vorsicht", sagte Esser. Warum müsse aber bei einem Familienfest ohne Barbetrieb wie dem Webereifest pro 100 Besucher eine Security-Kraft gestellt werden? "Über solche Auflagen, die nicht nur den Bürgerverein treffen, sollte man nachdenken." Beisitzer Manfred Frisch kritisierte, dass der Bürgerverein von der Stadt nicht eingeladen worden sei, beim Stadtfest im Stadtpark mitzumachen. "Dies wäre eine gute Gelegenheit gewesen, Umsatz zu machen", meinte Frisch.

2014 plant der Bürgerverein rund um die neue Stadtparkbühne ein großes "Fest für jedermann". Anders als in der Weberei sei dort die Infrastruktur vorhanden, so Esser. Überlegt werde, das Fest auf einen Tag zu komprimieren, um Kosten zu sparen und Helfer zu entlasten.

Die Integration der Sendener Tafel in den Verein verlief nach Worten von Heinz de Buhr problemlos. Derzeit versorgten die 35 ehrenamtlichen Tafel-Mitarbeiter etwa 80 Bedürftige. Wegen der neuen Tafelläden in der Umgebung müssten sich die Sendener auf Spenden der örtlichen Lebensmittelmärkte beschränken, so de Buhr. Laut Esser gibt es größere Märkte in der Stadt, die nichts mehr an die Tafel abgeben.

In den nächsten Monaten will der Verein an einer Internetpräsenz arbeiten, Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliederwerbung verstärken. Denn der derzeit 210 Mitglieder starke Bürgerverein leidet unter leicht sinkenden Mitgliederzahlen.

Bei den Neuwahlen wurden Antje Esser als Vorsitzende, Otto Fülle als Stellvertreter und Rita Richter als Kassiererin im Amt bestätigt. Neue Schriftführerin ist Elisabeth Conrad, neue Beisitzer sind Daniel Knecht und Alfons Sailer.