Konkurrenz Edling will Geschäft in Senden schließen

Führt sein Sportgeschäft in Senden seit 42 Jahren: Klaus Edling.
Führt sein Sportgeschäft in Senden seit 42 Jahren: Klaus Edling. © Foto: Lars Schwerdtfeger
Senden / Carsten Muth 15.02.2018
Der Chef des Sendener Sportgeschäfts Intersport-Edling befürchtet wegen des neuen Mitbewerbers erhebliche Einbußen.

Gut möglich, dass Intersport-Edling in Senden bald Geschichte ist. „Wenn Decathlon wirklich hierher kommt, werden wir wohl schließen“, sagt Inhaber Klaus Edling. „Auch wenn das sehr weh tut.“ Mit der Eröffnung von Decathlon werde sich die Lage noch einmal verschärfen, der Mitbewerber sicher Kunden abziehen. „Dann erwarte ich 20 Prozent weniger Umsatz für uns.“ Da müsse man sich schon die Frage stellen, ob es sich dann noch lohne. Die Situation in der Branche sei in den vergangenen Jahren zweifellos schwieriger geworden. „Es gibt eben nur ein begrenztes Verkaufspotenzial.“

1976 hat Klaus Edling sein Sportgeschäft in Senden eröffnet. Heute ist er 68. Eigentlich könnte er schon längst im Ruhestand sein. Aber der Job in dem Geschäft, die Kontakte und Gespräche mit Kunden, bereiten ihm und seiner Frau nach wie vor großen Spaß, wie Edling betont. „Ich mache meinen Job mit Herzblut. Deshalb bin froh, dass ich keine 50 mehr bin“, sagt der Händler. „Denn dann hätte ich wahrscheinlich Angst vor der Zukunft.“

Nachmieter finden

So aber habe er seine Schäfchen im Trockenen, könne sich zurückziehen, „auch wenn ich wirklich gerne noch ein paar Jahre weitergemacht hätte“. Edling ist Besitzer des Gebäudes am Rande des Einkaufszentrums im Sendener Norden. „Das heißt, ich muss erst einmal einen Nachmieter für die Räumlichkeiten finden.“

Drei Mitarbeiter und „viele treue Stammkunden“ hat Klaus Edling, wie er sagt. „Um meine Mitarbeiter tut es mir sehr leid“, sagt der 68-Jährige. Er hat aber keine Bedenken, dass diese woanders schnell wieder neue Jobs bekommen. „Ich kann ihnen jedenfalls die besten Zeugnisse ausschreiben.“