Memmingen Drogendealer-Prozess: Angeklagte gestehen

Die Polizei stellte bei den Angeklagten Drogen mit Millionenwert sicher.
Die Polizei stellte bei den Angeklagten Drogen mit Millionenwert sicher. © Foto: Archiv
Memmingen / Carsten Muth/Christoph Knauthe 30.07.2018
Im Prozess wegen Drogenhandels haben die Angeklagten Geständnisse abgelegt. Sie müssen mit langen Haftstrafen rechnen.

Am Montagvormittag ist am Landgericht Memmingen der Prozess gegen fünf mutmaßliche Drogendealer fortgesetzt worden. Sie sollen im großen Stil Kokain, Ketamin und Marihuana vom europä­ischen Festland aus nach Großbritannien geschmuggelt haben.

Zuletzt erzielte das Gericht mit vier der fünf Beschuldigten eine Verständigung. Das heißt: Die Beschuldigten räumten die ihnen zu Last gelegten Taten ein. Das Gericht wiederum legte im Gegenzug das zu erwartende Strafmaß fest.

Lange Haftstrafen

Demnach müssen die fünf Männer im Alter von 32 bis 48 Jahren mit langen Gefängnisstrafen rechnen. Der aus dem Landkreis Neu-Ulm kommende Haupttäter der deutsch-rumänischen Bande soll neuneinhalb bis zehn Jahre hinter Gitter. Er hatte die Drogenfahrten offenbar federführend organisiert.

Drei weitere Mitangeklagte sollen Strafen zwischen dreieinhalb und sechseinhalb Jahren erhalten. Angeklagter Nummer fünf hat in der bisherigen Gerichtsverhandlung noch keine Angaben gemacht. Er legte jedoch bereits im Vorfeld bei den Vernehmungen durch die Polizei ein Geständnis ab.

Drogenhandel im großen Stil

Beamte des Bundeskriminalamts sagten am Montag als Zeugen in Memmingen aus. Sie bestätigten, dass die Ermittlungen gegen die Bande europaweit geführt wurden und von den Behörden in Rumänien ausgingen.

Zoll und Polizei stellten laut der Ermittler insgesamt 35 Kilogramm Kokain, 54 Kilo Ketamin und 6,5 Kilo Marihuana sicher. Allein die sichergestellte Menge des qualitativ hochwertigen Kokains dürfte einen Warenwert von umgerechnet rund einer Million Euro haben.

Die Verhandlungen werden am Montagnachmittag fortgesetzt.

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