Vöhringen / IWE  Uhr

Seit einem knappen Jahr arbeitet Lisa Frank als Drogenberaterin in Vöhringen. Dort ist sie vier Tage in der Woche in ihrem Büro in der Wielandstraße zu sprechen. Freitags sucht sie die Treffpunkte der Drogensüchtigen auf. In Vöhringen habe sich seit ihrem Arbeitsantritt nicht viel geändert; die Drogen würden weiter nicht in der Öffentlichkeit, sondern zu Hause konsumiert. Diese Leute befürchteten, dass sie ausgegrenzt werden. "Vöhringen ist einfach ländlich geprägt", sagte die Drogenberaterin in ihrem Rechenschaftsbericht vor dem Haupt- und Umweltausschuss.

Frank sagte, sie treffe in der Stadt auf langjährige Konsumenten und jugendliche Anfänger. "Ich spreche sie an und nehme ihnen die Angst vor einem Beratungsgespräch."Vernetzt seien alle Süchtigen, doch die Kontaktaufnahme sei sehr schwierig, und sie sei auf Mund-zu-Mund-Propaganda angewiesen. 333 Kontakte habe es 2014 gegeben: 218 Männer, 115 Frauen. Allerdings würden die Klienten älter, ihre Zahl nehme zu. Unter 18 Jahre alt waren nur fünf Personen. Es gelte, die vielfältigen Grundprobleme der Konsumenten zu erarbeiten.