Moment mal Drei Zinnen in Weißenhorn

Ein Alpinum wächst heran in der Region.
Ein Alpinum wächst heran in der Region. © Foto: Michael Janjanin
Weißenhorn / Michael Janjanin 04.05.2018

Wieder einmal wurde den Weißenhornern schlechtes Wetter versprochen. Und was war? Nix. Kein Regen, nicht mal feiner Niesel. Ein paar Tropfen, und das war’s im Rothtal. Die Karotten kämpfen sich grad so aus dem Boden. Der Rettich wird wohl ein scharfer werden. Die Kartoffeln kommen noch gar nicht. Und der Mais? Na ja, der Mais tut sich auch schwer. Heul.

Zu dieser klimatischen Feldbeobachtung ideal passend hat der Kreismustergarten, an der Landstraße zwischen Weißenhorn und Witzighausen gelegen, ein Alpinum als neue Attraktion angelegt. Wir würden’s mal übersetzen als Landschaftselement,  das aussieht wie in den Alpen. Den südlichen, also den Dolomiten zum Beispiel. Mit Kalkfelsen, von der Sonne beschienen. Und ziemlich trocken. 800 auf diesen Lebensraum spezialisierte Pflanzen wachsen auf den warmen Steinen des Alpinums im Weißenhorner Alpenvorvorland.  Dort finden viele Insekten, Eidechsen und andere Kleintiere ein neues Zuhause: Dieses ökologisch wertvolle Trockenbiotop zeige, wie sonnenexponierte Bereiche vielfältig und artenreich gestalten werden können, teilt der Landkreis Neu-Ulm mit.

Tausende Menschen besuchen alljährlich die landkreiseigene, gärtnerische Bildungsstätte am Stadtrand von Weißenhorn. Nun stehen an den Wochenenden und Feiertagen vor Ort wieder Ansprechpartner aus den örtlichen Gartenbauvereinen für die Gäste zur Verfügung. Zur Vorbereitung der Vorsitzenden und Pfleger der 36 Obst- und Gartenbauvereine im Kreis fand unter Leitung des Kreisfachberaters Rudolf Siehler eine Infoveranstaltung statt. Auch über die Mini-Dolomitenlandschaft à la Drei Zinnen über dem Pustatal. Wir erinnern uns bei dieser Gelegenheit an die letzte Bergtour mit gelb blühender Schildkresse und Bäumen, die aussehen wie Bonsais.

Aber keine Panik: Es ist noch genügend schwäbische Gartenkultur übrig – Rosen, Stauden, Gemüse und eine Blumenwiese mit Obstbäumen. Und seien wir ehrlich: Pfeiff’ auf das schlechte Wetter, her mit der Sonne und Natur unter blauem Himmel am Wochenende.

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