Natur Direkte Einblicke ins Bienenleben

Thorben Maier hat ein Faible für Bienen .
Thorben Maier hat ein Faible für Bienen . © Foto: Patrick Fauß
Roggenburg / Patrick Fauß 16.04.2018

Vor dem Waldpavillon in Roggenburg summen und brummen geschäftige Arbeitsbienen. „Bienen“ heißt die neue Ausstellung im dortigen Walderlebniszentrums (WEZ). Thorben Maier, 18 Jahre alt und selbst Imker, hat sie mit WEZ-Leiter Albin Huber organisiert. Als Projekt im Rahmen seines Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ). „Ich hätte nicht gedacht, dass es so viele Wildbienenarten in Deutschland gibt“, nennt Meier eine Erkenntnis, die er bei der Arbeit an der Schau gewonnen hat. 574 Wildbienenarten sind es. Sie leben in verschiedensten Biotopen.

Anders als die vom Menschen gezüchtete Honigbiene bilden die Wildbienen meist keine Kolonien, sondern leben allein. Honigbienenarten gibt es in Deutschland dagegen nur etwa vier. Ein vergleichsweise kleines Bienenvolk mit 10.000 bis 15 000 Exemplaren können Besucher im Schau-Bienenstock neben dem Pavillon beobachten: Kleine Fenster ermöglichen Einblicke in den wuseligen Bienenalltag. Die Bienen seien friedlich und stellen normalerweise keine Gefahr dar.

Falls Besucher erfahren wollen, wie es ist, von einer Biene gestochen zu werden, klärt ein Film im Pavillon darüber auf. Maier hat sich zwei Mal piksen lassen und das Ergebnis in einem Kurzfilm festgehalten. Daneben bieten zahlreiche Schautafeln Infos über Leben oder Körperbau der Bienen. Und halten erstaunliche Erkenntnisse über die Insekten bereit. Wer hätte etwa gedacht, dass ein Bienenvolk rein rechnerisch drei Mal um die Welt fliegen muss, um Nektar für 500 Gramm Honig zusammenzutragen?

Info Die Ausstellung läuft sechs Monate. Der Waldpavillon ist täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.