Moment mal Digitales Schwirbeln an der Zulassungsstelle

Kreis Neu-Ulm / Michael Janjanin 30.07.2018

Im Rennen um die Digitalisierung hat der Kreis Neu-Ulm dieser Tage mindestens fünf Punkte auf dem virtuellen Konto für Dienste am Bürger gut gemacht. Denn: Das allseits unbeliebte analoge Warten in der Zulassungsstelle für Autos und andere Fahrzeuge lässt sich nun in der Excell-Tabelle für Lebensplanung viel besser einnorden. 75 Minuten, 45 Minuten, 30 Minuten oder 10 Minuten? Einen Richtwert über die Wartezeiten im Landratsamt gibt es ab sofort auf der Website des Landkreises. Unter landkreis.neu-ulm.de ist auf der Startseite in der rechten Navigationsleiste der Link „Kfz-Zulassung Wartezeit“ untergebracht. Dort lässt sich von zu Hause oder unterwegs einsehen, wie viele Konkurrenten im Run um ein neues Nummernschild bereits anstehen. Im Landratsamt angekommen, ist dies nach dem Ziehen der Nummer zusätzlich auf dem Bildschirm im Foyer transparent nachvollziehbar.

Allerdings wird von September an donnerstags der Annahmeschluss um eine halbe Stunde auf 17 Uhr vorverlegt. Schlimm? Seien wir ehrlich: Mit der halben Stunde mehr an freier Lebenszeit lässt sich auch anderes anfangen. Dazu gibt es künftig an allen Tagen einen Schnellschalter für Abmeldungen und Kurzzeitkennzeichen und die Möglichkeit, für alle Zulassungsvorgänge telefonisch einen Termin zu vereinbaren und sein Wunschkennzeichen online zu reservieren. Wir lernen: Aus allem lässt sich eine Wissenschaft machen.

Selbstfahrend Geld verdienen

Es gibt der Moment-mal-Redaktion Raum für zukunftsorientierte Digital-Vorschläge. Zum Beispiel zu Entwicklungsmöglichkeiten des selbstfahrenden Autos. Dieses trägt nicht nur die Hoffnung in sich, dass endlich Schluss ist mit der unerträglichen, gefährlichen und menschenverachtenden Schubserei auf der Autobahn und unterwegs die Runde Schafkopf mit den anderen Passagieren beginnen kann. Wir wollen auch ins Spiel bringen, dass sich das Auto gerne direkt mit der Zulassungsstelle in Verbindung setzen und die Anmeldung selbst erledigen darf. Der Halter hätte nur noch die schweißtreibende Herausforderung, die Schilder selbst anzuklemmen.

Aber halt. Ginge da nicht noch mehr? So ein selbstfahrendes Auto dürfte sich auch freiwillig melden, nachts in Ulm als Taxi zu arbeiten, um Versicherungsprämien, Kraftfahrzeugsteuer und den Anschaffungspreis reinzuholen. Optional auch für eventuelle Spielschulden beim Schafkopf aufzukommen. Ach, Zukunft kann so schön sein. 

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