Feier Die fröhlichen Senioren haben nicht genug

Der Fröhliche Seniorenclub Fahlheim hat gefeiert mit Bürgermeister Erich Winkler und Marianne Merkle.
Der Fröhliche Seniorenclub Fahlheim hat gefeiert mit Bürgermeister Erich Winkler und Marianne Merkle. © Foto: Petra Lehmann
Unterfahlheim / Petra Lehman 05.07.2018

Marianne Merkle ist und bleibt die treibende Kraft des „Fröhlichen Seniorenclubs“, der jüngst in der Gaststätte St. Martin in Unterfahlheim sein 40-jähriges Bestehen feierte. Die rührige Seniorin steht dem Club schon seit knapp 20 Jahren als Vorsitzende vor und schaut mit viel Wehmut zurück. „Denn“, sagt Merkle traurig, „wer weiß, wie lange es noch weitergeht.“ Viele Mitglieder seien inzwischen entweder im Altersheim oder auf dem Friedhof. Diejenigen, die altersmäßig nachrücken könnten, wollten sich halt nicht mehr mit Seniorennachmittagen oder -ausflügen identifizieren.

Der Fahlheimer Seniorenclub wurde vom damaligen Bürgermeister Max Dauer 1978 bewusst nicht als eingetragener Verein gegründet. Es sollte eine zwanglose „Gelegenheit zu regelmäßigen Zusammenkünften“ geschaffen werden, um das Gemeindeleben zu aktivieren. Deshalb wurden von Anfang an auch keine Mitgliedsbeiträge erhoben.

Allerdings schufen die Initiatoren eine Organisation nach dem Vorbild eines Vereins mit einem ersten und zweiten Vorsitzenden, Kassier, Schriftführer, Beisitzern. Bis 1999 gab es wechselnde Vorstandschaften. Dann habe man beschlossen, so Merkle, den Vorstand zu verjüngen, und so sei sie mit 54 Jahren zum Vorsitz gekommen. Ihr Stellvertreter wurde Wilhelm Jehle, eine „tragende Säule“ des Clubs, nicht nur als musikalischer Stimmungsmacher, der er bis zu seinem Tod im Jahr 2004 gewesen sei.

Bereits in den ersten zwei Jahrzehnten hätten zahlreiche Veranstaltungen wie Seniorennachmittage und Weihnachtsfeiern stattgefunden. Seit ihrer Zeit als Vorsitzende, berichtet die heute 73-Jährige, seien es 40 Dia-Shows, 26 Ausflugsfahrten, 20 Faschingsveranstaltungen, 18 Kulturnachmittage, zwölf Herbstfeste im Musikerheim sowie 18 besinnliche Weihnachtsfeiern mit dem Nikolausbesuch von Pfarrer Georg Leonhard Bühler gewesen.

Kinder und Enkel eingespannt

Immer wieder habe es zudem tolle Referate von Fachleuten der Polizei, der Bahnhofsmission, des Ulmer Hospizes, der Lechwerke, eines Notars, eines Rechtsanwalts und vieles mehr gegeben. Auch Merkles Ehemann Karl sowie die Kinder und Enkel wurden immer wieder mal eingespannt. Der Nachwuchs sorgte für lustige Einlagen bei den Faschingsfeiern oder Seniorennachmittagen. Oder Tochter Annette dokumentiert alles fotografisch mit ihrer Kamera, und ihre Schwester Bettina erledigt Schriftsachen für den Club auf ihrem Computer.

Beim Jubiläums-Seniorennachmittag am Mittwoch überbrachte Bürgermeister Winkler den rund 30 Gästen ein Geschenk als Dank für den „wichtigen Beitrag des Clubs zum Gemeindeleben“: Kaffee, Kuchen und alle Getränke des Tages spendierte die Gemeinde Nersingen.

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