Keines der untersuchten Gebäude eignet sich perfekt für ein Museum, so das Ergebnis der Studie, die Jörg Haller von der beauftragten Firma Argus am Montag dem Gemeinderat vorstellte. Vor allem aber reiche die Sammlung der Klosterschätze trotz einiger herausragender Exponate "weder quantitativ noch qualitativ" für überregionale Anziehungskraft. "Niemand kommt wegen Wannenmacher nach Oberelchingen", prognostizierte Haller.

Ein reines Klostermuseum sei nicht attraktiv genug, zumal kein bauliches Ensemble und auch kein aktives Kloster vorhanden seien. Zu rechnen wäre mit höchstens 1000 bis 2000 Besuchern pro Jahr. Er hätte deshalb ein "Besucherzentrum Natur und Kultur" vorgeschlagen, in dem auch Landkreis und Gemeinde ihre touristischen Angebote präsentieren könnten. Doch das scheint hinfällig, nachdem der Verein Donautal aktiv eine Auwald-Informationsstelle in Roggenburg einrichtet.

Das Gebäude der Grundschule - die in die sanierte Mittelschule umziehen soll - würde sich nach Ansicht der Experten von den Räumlichkeiten her zwar für ein Museum eignen, nicht aber wegen des Standorts. Denn es fehlten Parkplätze, ein barrierefreier Zugang und eine Wendemöglichkeit für Busse. Das Gleiche gilt fürs alte Rathaus, das außerdem zu klein wäre. Auch das Antoniusheim käme vor allem wegen der ungünstigen Lage nicht in Frage. Zudem gehöre es nicht der Gemeinde, sondern der katholischen Kirche. Ebenso wie das Pfarrhaus. Das wäre Hallers Favorit für Museumsräume.

Der Verein Donautal aktiv habe zu seinem Erstaunen beschlossen, das "Auwaldzentrum" nicht wie ursprünglich vorgesehen in Elchingen, sondern in Roggenburg einzurichten, berichtete Bürgermeister Joachim Eisenkolb. Themenkombinationen sind nach Ansicht von Karin Batke (UFWG) dennoch möglich: Zusätzlich zu den Schätzen und der Geschichte des Klosters sowie der Wallfahrt könnten archäologische Funde präsentiert und die Verbindung zu Napoleon hergestellt werden. Die Tatsache, dass Busse vor dem ehemaligen Amtsgebäude nicht wenden können, ist für die Gemeinderätin kein ausreichender Grund, den Standort abzulehnen.

Die Bewertung Wannenmachers als nur regional bedeutend bezeichnete Manfred Bittner (Eule) als "schief". Es müsse "einen Weg geben, dass alle Artefakte in Elchingen bleiben und ausgestellt werden", sagte Bittner. Er schlug einen Trägerverband vor. Dem könnten neben Gemeinde, Pfarrei und Landkreis auch die Gemeinden angehören, die früher unter der Herrschaft des Klosters standen.

Für die Prüfung einer kleinen Lösung und die Suche nach Partnern sprach sich Johann Gröger (FWE) aus. Karl Mayer (CSU) meinte, es sei Zeit Abschied zu nehmen von Wünschen. Zu fragen sei, "wie wir die für uns bedeutenden Objekte präsentieren können, ohne ins Bodenlose zu fallen". Er fürchte, dass die Gemeinde letztlich allein da stehe. "Wir möchten die Exponate hier behalten und ausstellen, aber kein Geldgrab schaffen", sagte Ludwig Flitsch (DGO). Deshalb solle jetzt mit "allen Akteuren" beraten werden, was in Elchingen machbar sei.