Kreis Neu-Ulm Der neue Chef ist da

WILLI BÖHMER 15.11.2012
Er hatte einen guten Einstand, berichtete Michael Gaßner, seit dem 1. November Stiftungsdirektor der drei Kliniken im Landkreis Neu-Ulm. Die Entwicklung an den drei Krankenhäusern sei erfreulich.

Der Wechsel an der Spitze der drei Kliniken des Landkreises Neu-Ulm ist vollzogen: Konrad Hunger, langjähriger Stiftungsdirektor für die drei Krankenhäuser in Neu-Ulm, Weißenhorn und Illertissen, ist in den Ruhestand gegangen, Michael Gaßner, bislang Direktor der Illertalklinik in Illertissen, ist an seine Stelle gerückt.

Nun gab er seinen ersten Bericht über die wirtschaftliche Situation der Kliniken und über die laufenden Bauarbeiten. Sein Fazit: Die Kliniken stehen gut da. Die Belegungszahlen in Illertissen und Weißenhorn sind gestiegen, in Weißenhorn sogar um 500 Patienten, was ein toller Erfolg sei. Nur in der Neu-Ulmer Donauklinik und der Geriatrie gab es Minus. Diese sei in Neu-Ulm mit 50 Patienten weniger gering und lässt sich durch die laufenden Bauarbeiten erklären, die sich auch auf den Klinikbetrieb auswirkten, sagte Gaßner. Die 135 für die Geriatrie dagegen sind durchaus bemerkenswert, weil es sich um knapp 22 Prozent der Fälle aus dem vergangenen Jahr handelt.

Weil Gaßner die Leitung aller drei Kliniken übernommen hat, wurde auch ein neuer Direktor für die Illertalklinik bestellt: Dr. Andreas Keller, der seit mehr als 16 Jahren im Haus beschäftigt ist. Er wird künftig je zur Hälfte als Direktor der Klinik und als Arzt arbeiten, teilte Landrat Erich Josef Geßner mit. Das sei möglich, weil Gaßner vor seiner Berufung zum Stiftungsdirektor nicht nur für die Illertisser Klinik, sondern auch für die in Weißenhorn tätig war. Andreas Keller war bereits 2005 mehrere Monate interimsweise mit der Leitung der Illertalklinik beschäftigt. Er ist Erster Oberarzt und Stellvertreter des Chefarztes der Abteilung Anästhesie, Intensivmedizin, Schmerztherapie und Notfallmedizin. Auf diesem Gebiet der Medizin wird er auch weiter tätig bleiben, teilte Geßner mit. Direktor der Donauklinik in Neu-Ulm bleibt Ernst-Peter Keller.

Die Umbauarbeiten in den beiden Kliniken in Weißenhorn und Neu-Ulm kommen gut voran, berichtete Gaßner. Für die Donauklinik Neu-Ulm wurden bislang allein 700 Tonnen Stahl und 4100 Kubikmeter Beton verbaut. Der Einbau einer neuen Lüftungsanlage wurde für 923 875 Euro an ein Laupheimer Unternehmen vergeben. Insgesamt wird der vierte Bauabschnitt um 1,67 Millionen Euro teurer als ursprünglich geplant, damals war von 18 Millionen Euro die Rede gewesen, berichtete der Landrat. 1,05 Millionen Euro davon erhält der Landkreis durch Zuschüsse zurück, er selbst muss also etwa 620 000 Euro der Mehrkosten des Baus bezahlen.