Senden CSU-Stadträtin Monika Schwab: "Lasse mir keinen Maulkorb umhängen"

Senden / WILLI BÖHMER 22.08.2013
Die aus der Fraktion ausgeschlossene Sendener CSU-Stadträtin Monika Schwab wehrt sich gegen erhobene Vorwürfe. Der Rauswurf sei unbegründet.

Nach ihrem Rausschmiss aus der CSU-Stadtratsfraktion in Senden, dem freilich der Stadtrat noch zustimmen muss, setzt sich die CSU-Rätin Monika Schwab kritisch mit dem CSU-Fraktionsvorsitzenden Walter Wörtz auseinander. Sein Umgangston sei leider nicht immer "ladylike". Andere Meinungen würden gern niedergebügelt. Aber "ich lasse mir keinen Maulkorb umhängen".

"Ich bin von den und für die Bürger gewählt." Deshalb wolle sie auch für alle menschlichen Belange Verständnis zeigen, "was unter Wörtz nicht immer geschieht". Sie verwies auf die Ablehnung der Toilettenanlage im Stadtpark. Wörtz habe sich auch über herzkranke Menschen lustig gemacht, die im Stadtpark Erholung suchten. Und eine "billige provisorische Brücke" über die Gleise des Sendener Bahnhofs gebe es für sie nicht, "schon gar nicht, wenn ein Aufzug für behinderte, ältere Menschen und Mütter mit Kinderwagen eingespart werden soll". Laut Wörtz hätten diese Menschen ja Zeit und könnten durchaus an der geschlossenen Schranke warten.

Berechtigte Probleme mit dem Ortsverband, wie sie sie hatte, seien jedoch kein Grund für einen Fraktionsausschluss, stellt Schwab fest. Sie habe in dieser Sache Kontakt mit der CSU-Landesleitung gehabt und erfahren, dass sich auch ein Ortsvorsitzender sehr wohl an die Parteisatzung halten müsse. Schwab hatte dem Stadtverbandsvorsitzenden Klaus Huschka einen Satzungsverstoß vorgeworfen, weil er sie als damalige Vorsitzende der Frauenunion nicht zu einer Sitzung eingeladen hatte (wir berichteten).

Derzeit will sich Schwab nicht dazu äußern, welche Konsequenzen sie aus dem Rauswurf zieht. Sie wolle noch Gespräche führen.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel