Eine Lehrkraft der Realschule in Vöhringen ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. In einer E-Mail, die der Redaktion vorliegt, informierte Schuldirektor Oliver Eschenbach am Sonntagabend die Eltern. „Da die Lehrkraft mit vielen Kollegen letzte Woche in Kontakt war, sind Übertragungen nicht auszuschließen.“ Aus diesem Grund werde die geplante Notfallbetreuung der 5. und 6. Klassen in den kommenden 14 Tagen nicht stattfinden, die Schule bleibe geschlossen und die Lehrkräfte dürften mit den Kindern nicht in Kontakt treten.

Diese Nachricht löste bei vielen Eltern eine große Verunsicherung aus, wie eine Mutter, die anonym bleiben möchte, gegenüber unserer Zeitung berichtet. Sie fürchten, dass sich ihre Kinder im Unterricht angesteckt haben könnten. Viele versuchten telefonisch und über den digitalen „Schulmanager“ weitere Informationen von der Realschule zu bekommen.

Der Ansturm war so groß, dass das Schulsekretariat am Montag telefonisch nicht mehr hinterherkam, der digitale Schulmanager überlastet war und nicht mehr funktionierte. Über die betroffenen Klassen informierte Eschenbach die Eltern dann wieder via E-Mail am Dienstagmorgen und verwies „für konkrete Handlungsanweisungen“ auf das Gesundheitsamt. Die Notfallbetreuung wird nun voraussichtlich an die Vöhringer Mittelschule verlegt, heißt es aus dem Landratsamt.