Das Altenzentrum St. Elisabeth macht den nächsten Schritt, um die Bewohner vor dem Coronavirus und der Krankheit, die es verursacht, zu schützen: In dem Pflegeheim wird aktuell eine Quarantäne-Abteilung eingerichtet. „Falls bei uns Leute erkranken sollten, wäre es zu gefährlich, sie in den Wohnbereichen zu lassen“, erläutert Geschäftsführer Jeton Iseni den Grund für die Maßnahme. „Eine Situation, wie sie in Würzburg eingetreten ist, wollen wir unbedingt vermeiden.“ Wie berichtet hatten sich in einem Würzburger Pflegeheim mehrere Bewohner und Mitarbeiter mit dem neuen Virus infiziert, zehn Senioren starben.

St. Elisabeth: Quarantänebereich mit sechs Betten

Vorgesehen sei in St. Elisabeth ein Quarantänebereich mit sechs Betten in drei Räumen, sagt Iseni. „Wir sind seit einigen Tagen dabei, das Ganze einzurichten.“ Geplant sei eine 170 Quadratmeter große Quarantäne-Zone. Sie soll zwei Eingänge mit doppeltem Schleusensystem und verschiedenen Desinfektionsmöglichkeiten haben. Im Konzept seien wichtige Punkte wie Essensversorgung, Personalplanung, Abfallentsorgung und der Umgang mit kontaminierter Wäsche berücksichtigt. Bei der Umsetzung werde das Haus von einem staatlich geprüften Desinfektor unterstützt, berichtet Iseni.

Derzeit seien in St. Elisabeth alle Bewohner gesund. „Und wir tun alles, dass das so bleibt. Doch sollte es je zu einer Infektion mit dem Coronavirus kommen, „wollen wir weiterhin eine qualitativ hochwertige Pflege und Versorgung der Betroffenen ermöglichen und gleichzeitig die restlichen Bewohner in Sicherheit wissen.“ Um das Risiko einer Ansteckung weiter zu verringern, sei die Tagespflege des Altenzentrums bereits seit Montag, 23. März geschlossen.

Mit Landrat und Heimaufsicht abgesprochen

Die Planung der Quarantäne-Abteilung sei mit dem Landrat und der Heimaufsicht abgesprochen und werde dort sehr begrüßt, teilt der Geschäftsführer mit. Nun würden im Haus alle mit viel Einsatz an der Umsetzung des Konzepts arbeiten. Iseni: „Ich habe noch nie so viel Kraft und Energie in ein Projekt gesteckt, von dem ich hoffe, dass es nie gebraucht wird.“