Im Kreis Neu-Ulm steigt die Zahl der Corona-Fälle: Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Freitag mit 34,8 Fällen pro 100 000 Einwohnern nur knapp unter dem Signalwert von 35.  Allein am Freitag wurden 23 neue Fälle gemeldet. Das teilt das Landratsamt mit. Der Anstieg in den vergangenen Tagen ist demnach auf kein bestimmtes Ausbruchsgeschehen zurückzuführen. Es sei auch zu keiner Bildung von Hotspots gekommen. Die Erkrankten hätten sich zum größten Teil „im privaten Bereich“ infiziert.

Landratsamt ist vorbereitet

Wenn die Sieben-Tage-Inzidenz auf mehr als 35 steigt, sollen laut bayerischer Verordnung weitere Maßnahmen ergriffen werden. Das Landratsamt Neu-Ulm habe sich auf diesen Fall vorbereitet, heißt es in der Mitteilung: Falls der Signalwert überschritten wird, wird eine Allgemeinverfügung mit weiteren Maßnahmen erlassen. Diese orientieren sich an der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Dabei ist vorgesehen, dass bei privaten Feiern in öffentlichen oder angemieteten Räumen die Teilnehmerzahl auf 50 Personen begrenzt wird. Außerdem soll es eine „dringliche Empfehlung“ geben, dass in privaten Räumen keine Feiern mit mehr als 25 Teilnehmern stattfinden.

Einzelne Klassen in Quarantäne

An Schulen oder Kitas kam es laut Landratsamt bis jetzt zu keinem Ausbruchsgeschehen. Wegen einzelner Fälle wurden betroffene Schulklassen und Gruppen aber vorsorglich in Quarantäne geschickt. Neu in Isolation sind drei Klassen aus Neu-Ulm und eine Klasse aus Weißenhorn. Für eine Schulklasse aus Neu-Ulm endete am Freitag die Quarantäne. Aktuell befinden sich damit insgesamt sechs Klassen in Neu-Ulm und Weißenhorn sowie eine Kindergartengruppe in Neu-Ulm in Quarantäne.