Mit Notebook und Mobiltelefon geht der Neu-Ulmer SPD-Bundestagsabgeordnete Karl-Heinz Brunner seiner Arbeit derzeit von seiner Berliner Wohnung aus nach. Er befindet sich wegen des Coronavirus bis inklusive Sonntag in freiwilliger Quarantäne. „Ich bin im Homeoffice.“ Am 2. März hatte er zusammen mit anderen SPD-Mitgliedern des Rechtsausschusses an einem Treffen teilgenommen, zu dem auch ein Mitarbeiter des Justizministeriums gekommen war. „Der wurde mittlerweile positiv auf das Coronavirus getestet“, sagt Brunner.

Brunner hat sich nicht testen lassen, weist keine Krankheitssymptome auf. Um keine anderen Personen zu gefährden, bleiben er und die weiteren Teilnehmer nach Rücksprache mit dem Robert-Koch-Institut in freiwilliger Isolation. Alles kann Brunner jedoch nicht von seiner Wohnung aus erledigen.

Brunner fehlt bei Abstimmung im Bundestag

Der Termin für eine Rede, die er im Bundestag halten sollte, wurde verschoben. Bei einer Abstimmung im Parlament  über den Umgang mit Hasskriminalität – „ein Thema, das mir am Herzen liegt“ – wird er fehlen. Wegen des Coronavirus hätten die Fraktionen jedoch untereinander verabredet, dass auf jeden Fall bei Abstimmungen das Kräfteverhältnis gewahrt bleibt. Durch Erkrankungen und Quarantäne-Maßnahmen also nicht die Mehrheitsverhältnisse durcheinander geraten.

Bei Kommunalwahl nicht in Neu-Ulm

Fehlen wird Brunner auch bei der bayerischen Kommunalwahl am kommenden Sonntag im Landkreis Neu-Ulm. Der SPD-Politiker kandidiert erneut für den Kreistag, auf dem dritten Listenplatz. Reisen mit Flugzeug oder Bahn wird er aber erst Anfang kommender Woche wieder.