Vöhringen Cheerleader "Red Cats" begeistern die Vöhringer Handball-Zuschauer

Tänze und Stunts: Red Cats in Aktion. Foto: Matthias Sauter
Tänze und Stunts: Red Cats in Aktion. Foto: Matthias Sauter
MATTHIAS SAUTER 13.11.2012
Sie sorgen auch dann für gute Laune, wenn es beim Vöhringer Handballteam mal nicht rund läuft: Die Cheerleader "Red Cats" sind fester Bestandteil der Heimspiele. Trainiert wird bis zu dreimal pro Woche.

Samstagabend in Vöhringen. Die ganze Stadt ist im Handballfieber. Die meisten Fans befinden sich schon einige Minuten vor Beginn der Partie SC Vöhringen gegen TSV Zizishausen in der Sportparkhalle. Und das aus einem guten Grund: Bevor das Spiel beginnt, sind die Cheerleader des SCV an der Reihe. In ihren schwarz-rot-weißen Kostümen und mit silber-schwarzen Pompons in den Händen stürmen die 20 Mädchen von der Nachwuchsgruppe der Red Cats auf das Spielfeld. Aus den Lautsprechern ertönt der Song "Call me maybe" von Carly Rae Jepsen. Zweieinhalb Minuten lang können die Zuschauer durch die Luft wirbelnde Mädchen, spektakuläre Stunts und Showtanzeinlagen bestaunen. Später in der Halbzeitpause begeistern die Red Cats mit akrobatischen und tänzerischen Elementen zu ihrem neuen Remix "Yeah".

Egal ob Sieg oder Niederlage, ob vor halbleeren Rängen oder vor ausverkauftem Haus - die Cheerleader Red Cats sorgen seit 1998 bei fast allen Heimspielen der Handballer für ein unterhaltsames Rahmenprogramm. "Für uns beginnt ein Heimspieltag schon eineinhalb Stunden vor der Partie. Bevor wir unseren ersten Auftritt haben, wärmen wir uns erst einmal gründlich auf und machen noch einen Probedurchgang", berichtet Anja Thurnhofer, die seit 2005 Trainerin der Gruppe ist. Nicht unterschätzt werden darf laut Thurnhofer auch die Zeit, die fürs Schminken und Frisieren draufgeht - schließlich wollen sich die Mädchen im Alter von 15 bis 24 Jahren von ihrer besten Seite präsentieren.

Damit die "Red Cats" ihre Fans immer wieder mit neuen Tänzen und Stunts überraschen können, trainieren sie zwei- bis dreimal pro Woche. Mehrere Monate brauchen sie, um einen neuen Tanz einzuüben. Besonders die Stunts nehmen Zeit in Anspruch. Thurnhofer: "Beim Trainieren und auch beim Aufführen der Figuren braucht man viel Vertrauen zueinander. Vor allem die Schnelligkeit und das Zusammenspiel mit der Musik sind eine Herausforderung." Wie gefährlich der Sport sein kann, mussten die Mädchen schon öfters erfahren, hatten mit Stürzen, Gehirnerschütterungen und Prellungen zu kämpfen.

Die 29-jährige Trainerin gehört zusammen mit den noch aktiven Cheerleaderinnen Manuela Pottel, Corinna Günzer und Isabell Thurnhofer zu den Urgesteinen der Gruppe. Die Idee zur Gründung hatte Thurnhofers Mutter Renate Koßbiehl im Jahr 1995. "Zunächst waren wir eine reine Showtanzgruppe, die mit selbst genähten Kostümen und Wuscheln aus Krepppapier aufgetreten ist", erinnert sich Thurnhofer. Richtig losgelegt als Cheerleader haben die Mädchen 1998, im gleichen Jahr wurden sie auch in die Handballabteilung integriert. In den Anfangsjahren bekamen die Red Cats nicht nur Anerkennung zu spüren, waren sie doch die erste Cheerleadergruppe in der Liga. "Ich freue mich darüber, dass wir inzwischen sehr viel positive Resonanz und Lob erhalten", sagt Thurnhofer.

Neben den Heimspielen des SC Vöhringen treten die Red Cats ab und zu bei den Weißenhorner Zweitligabasketballern sowie bei Faschings- und Geburtstagsfeiern auf. Vor dreieinhalb Jahren haben die "Red Cats" eine Gruppe für die Sechs- bis Zwölfährigen gegründet, für die sich 35 Mädchen gemeldet haben. Im Gegensatz zu den Mini-Cheerleadern bestehen die Red Cats derzeit lediglich aus zehn Mitgliedern, weshalb sich Thurnhofer über jedes neue Gesicht freut.

Info Ein Probetraining findet am Donnerstag, 22. November, 18.30 Uhr, in der Uli-Wieland-Schule in Vöhringen statt. Kontakt: anja_thurnhofer@web.de oder www.scvoehringen-handball.de.

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