Vöhringen Cardijn-Haus nur Notlösung

Taugt nicht dazu, dauerhaft eine Schulmensa zu beherbergen: das Josef-Cardijn-Haus. Foto: M. Kessler/Archiv
Taugt nicht dazu, dauerhaft eine Schulmensa zu beherbergen: das Josef-Cardijn-Haus. Foto: M. Kessler/Archiv
INGRID WEICHSBERGER 17.11.2012
Die Belebung und Gestaltung der Innenstadt treibt einige Vöhringer um. Das hat sich in einer Bürgerversammlung gezeigt. Darin ging es auch um die beengten Verhältnisse an der Grundschule Nord.

Eigentlich plagen die Bürger der Stadt Vöhringen wenig Sorgen. Dank guter Steuereinnahmen können notwendige Investitionen aus den Rücklagen finanziert werden und die Schulden belaufen sich zum Ende dieses Jahres auf rund zwei Millionen Euro. Dies entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 165 Euro.

Bürgermeister Karl Janson erläuterte den Besuchern der Bürgerversammlung im Wolfgang-Eychmüller-Haus die Haltung des Stadtrates zum Bau des Kraftwerkes an der Iller sowie zum Bau der Stromleitungen vom Norden in den Süden des Landes. Auch der weitere Verlauf der Illersanierung war ein Thema.

Die Belebung der Innenstadt bleibt weiterhin aktuell. Die Hoffnungen ruhen auf dem Bau des neuen Rewe-Marktes an der Memminger Straße, der im Frühjahr öffnen soll. Bislang hat dieser seinen Standort im Stadtcenter. Der Besitzer dieses Areals baue derzeit freigewordene Geschäfte zu Wohnungen um, teilte Janson mit.

Auf die Gestaltung der Innenstadt kam ein Bürger zu sprechen und wollte wissen, wann mit dem Umbau der "Alten Poliere" und der Bahnhofstraße begonnen werde. Wenn der Stadtrat kommendes Jahr die Vergabe der Planungen beschließe, könne 2014 mit dem Umbau begonnen werden, erklärte der Bürgermeister. Weil das Gelände um den Bahnhof dazu gehöre, müssten die zu erwartenden Veränderungen im Öffentlichen Nahverkehr, wie die Bahnverbindung zwischen den Städten Weißenhorn und Senden, berücksichtigt werden.

Auf die beengten Verhältnisse an der Grundschule Nord wies Petra Ritter hin. Es sei viel zu laut in der Schule, wenn 30 bis 40 Kinder über Mittag im Musiksaal betreut werden müssen. Sie regte einen Ausbau an. Janson erklärte dazu, dass die Stadtverwaltung dieses Problem nicht aus den Augen verloren habe. Er machte jedoch auch deutlich, dass die Regierung von Schwaben der Ansicht sei, dass der Platz in der Schule ausreiche.

Mit den Ansichten der Regierung von Schwaben haben auch die Grundschule Süd und die Mittelschule zu kämpfen. Dem Bau der geplanten Mensa, anstelle des maroden Lehrschwimmbeckens, stimmte diese Behörde nicht zu, weil die zur Verfügung stehenden Räume der Schulen ausreichend seien. Als Notlösung wurde die Mensa ins Josef-Cardijn-Haus verlegt. Dies sei jedoch keine Dauerlösung, denn an beiden Schulen kommen weitere Ganztagesklassen dazu, erklärte Bürgermeister Janson.

Der ehemalige Polizeibeamte Walter Groner drohte der Stadt mit einer Anzeige wegen Untätigkeit der Stadtverwaltung, falls die Auflassung eines Parkplatzes an der Ostseite der Ulmer Straße nicht schnellstens umgesetzt werde. Dies sei bei der Anlegung eines Zebrastreifens Pflicht, denn die Sicht der Autofahrer auf die Fußgänger werde durch die parkenden Fahrzeuge massiv behindert, monierte Groner. Janson versprach schnellstens für Abhilfe zu sorgen.