Senden Burger King kommt zurück nach Senden

Früher Reifen-Läpple, zuletzt Reifen-Premio, und als nächstes Fast-Food-Imbiss: In dieses Gebäude im Sendener Norden will Burger King einziehen. Vorher soll umfangreich umgebaut werden.
Früher Reifen-Läpple, zuletzt Reifen-Premio, und als nächstes Fast-Food-Imbiss: In dieses Gebäude im Sendener Norden will Burger King einziehen. Vorher soll umfangreich umgebaut werden. © Foto: Dave Stonies
Senden / Niko Dirner 19.09.2018

Sieben Jahre, nachdem der Fast-Food-Konzern Burger King seine Filiale im Sendener Iller-Center geschlossen hat, kehrt das Unternehmen in die Stadt zurück: Wie zu erfahren ist, will die in Deutschland stark expandierende Kette in den ehemaligen Reifen-Premio am Kreisel am nördlichen Ende der Berliner Straße einziehen.

350 Quadratmeter – und ein Pkw-Schalter

350 der insgesamt 1100 Quadratmeter will Burger King dort belegen. Auch ein Pkw-Schalter ist geplant. Dafür soll das einem Privatmann gehörende Gebäude grundlegend umgebaut werden. Auf der übrigen Fläche könnte Einzelhandel entstehen.

Um die Nachnutzung der Immobilie hatte nach der Schließung der Werkstatt Ende 2016 ein monatelanger Streit getobt, der beinahe vor dem Verwaltungsgericht gelandet wäre. Denn die Stadt wollte ihre neue wirtschaftspolitische Linie umsetzen – weniger Handel im Sendener Norden, mehr Handel in der Innenstadt. Also bekam der Eigentümer kein grünes Licht. Monatelange musste er warten, bis das Einzelhandelskonzept fertig war, welches festschreibt, welche Waren nur in der Innenstadt zulässig sind. Letztlich stellte sich heraus, dass es in der Innenstadt keine Entwicklungsmöglichkeiten für Einzelhandel gibt. Ergo ist nun im ehemaligen Premio-Gebäude fast alles möglich, der Eigentümer hat eine Genehmigung für den Verkauf von Schuhen, Hartwaren, Textilien und Tierbedarf.

Thema im Bauausschuss

Dass es nun erneut eine andere Nutzung geben soll, eben eine gastronomische, stelle kein Problem da. Stadtbaumeisterin Manuela Huber: „Das Vorhaben entspricht den Festsetzungen des Bebauungsplans.“ Am 25. September steht es auf der Tagesordnung des Bauausschusses, eine Diskussion ist nicht vorgesehen.

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Unternehmen baut in der Region kräftig aus

Historie 1996 hatte Burger King seine Sendener Niederlassung im Einkaufszentrum an der Berliner Straße eröffnet. Ende September 2011 war Schluss damit: Die Filiale wurde dicht gemacht. „Das Unternehmen bedauert es, seine Gäste an diesem Standort nicht mehr bedienen zu können“, teilte die Pressestelle damals mit. Gründe für die Schließung wurden nicht genannt. Es sei bei rund 700 Standorten in Deutschland ein normaler Vorgang, dass mal eine Niederlassung geschlossen wird, sagte eine Sprecherin. Allerdings lief es für die Nummer zwei hinter Mc Donald’s in Deutschland damals bekanntlich nicht wirklich rund.

Expansion Inzwischen ist Burger King in Deutschland wieder auf Expansionskurs. Auch die damals geschlossene Filiale in Neu-Ulm bei Möbel Mahler ist inzwischen wiedereröffnet worden. Im neuen Nersinger Gewerbegebiet gibt es ebenfalls einen Ableger der Kette. Die Filiale in Senden will offenbar der größte Franchisenehmer in Deutschland aufziehen.

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