Bildergalerie Bürger aufgebracht über Asylbewerberheim in Elchingen

Einer heranfliegenden Flasche hatte die Fensterscheibe am ehemaligen Gasthof Adler in Unterelchingen in der Nacht zum Montag nichts entgegenzusetzen, sie ging zu Bruch. Der Täter entkam unerkannt.
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Deshalb herrscht große Unsicherheit und Aufregung in Unterelchingen.
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Mehr als 120 Zuhörer sind deswegen am Montag Abend in die Sitzung des Gemeinderats gekommen. Obwohl das Thema ursprünglich gar nicht auf der Tagesordnung stand.
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Gesprochen wurde dann natürlich trotzdem darüber. Laut Bürgermeister Joachim Eisenkolb (Mitte, vor dem Mikrofon) habe die Gemeinde - anders als etwa von der Vorbesitzerin angeführt - kein Vorkaufsrecht für den Gasthof Adler gehabt.
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Die Verwaltung will nun erreichen, dass die Zahl der Asylbewerber in Unterelchingen auf etwa 30 begrenzt wird.
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Auch Karl Mayer (spricht) und Achim Götz (links neben ihm, beide CSU) äußerten sich zum Thema.
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Konrad Dehm (CSU).
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Ende des Monats werden zunächst 20 Flüchtlinge einziehen, bestätigte das Landratsamt auf Anfrage. Platz sei jedoch für mehr. Die Unterelchinger stören sich vor allem daran, dass es seitens der Kreisbehörde keinerlei Mitteilung gegeben habe.
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Der Mangel an Fakten schürt die Unsicherheit im Dorf: 60, 80, 100 Flüchtlinge sollen im Adler unterkommen, überschlagen sich die Vermutungen. Am Samstag haben Anwohner am Rande eines Ringkampfes in der KSV-Halle Unterschriften gesammelt. Hier spricht gerade Manfred Bittner von der Umweltliste EULE (im Schwarzen Anzug).
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Ludwig Flitsch (Mitte) spricht, rechts Richard Rösch (beide Dorfgemeinschaft Oberelchingen, kurz: DGO). Von der Seite zu sehen sind von links vorne: Johann Gröger (FWE), Josef Mayer (FWE), BrigitteKöhl (DGO).
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Es gehe nicht darum, Asylbewerber grundsätzlich aus dem Gemeindeteil herauszuhalten, betonte eine an der Unterschriftenaktion Beteiligte. Jedoch solle eine "Massenunterkunft" verhindert werden, die die "Dorfgemeinschaft überfordern würde".
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Die ehemalige Besitzerin des Gasthofs, die das Gebäude an einen Investor verkauft hat, meldet sich per Flugblatt zu Wort, das in Unterelchingen verteilt wurde. "Mir war zu keiner Zeit bekannt, dass das Hotel eine Unterkunft für Asylbewerber werden soll", heißt es dort.
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Die Verwaltung will nun erreichen, dass die Zahl der Asylbewerber in Unterelchingen auf etwa 30 begrenzt wird.
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Unterelchingen / 18. November 2013, 00:00 Uhr

Asylbewerber: Elchingen in Aufruhr

Viele Unterelchinger sind sauer. Sie werfen dem Landratsamt vor, still und heimlich aus dem Gasthof Adler eine Asylbewerberunterkunft zu machen.