"Das übertrifft die Erwartungen", sagte Pfarrer Ralf Gührer der SÜDWEST PRESSE: Etwa 450 Männer und Frauen haben ihre Mitgliedschaft in der Bruderschaft zu den Sieben Schmerzen Mariens bestätigt oder die Neuaufnahme beantragt. Wie berichtet, hatten Gührer und die Pfarreiengemeinschaft zur "Erneuerung" der Bruderschaft aufgerufen. Erstens soll damit ein möglichst vollständiges Verzeichnis der Mitglieder angelegt werden. Zweitens ist es den Elchingern ein Anliegen, die Bruderschaft und die eng mit ihr verbundene Wallfahrt in Oberelchingen noch stärker aufblühen zu lassen.

Wer sich bis zum Stichtag am 20. Januar gemeldet hatte, wird jetzt kalligraphisch in das neue Bruderschaftsbuch eingetragen, das von den Feiern zum Schmerzensfreitag an (10./11. April) in der Klosterkirche ausliegt. Wer seine Mitgliedschaft später beantragt oder bestätigt, wird bis zu den Feiern 2015 ins Verzeichnis aufgenommen. Die Bruderschaftsmitglieder bekommen als Zeichen dafür, dass sie zur Gemeinschaft gehören, am Schmerzensfreitag das Schwarze Skapulier aufgelegt.

Die Produktion sei in vollem Gang, teilte Pfarrer Gührer mit. Er ist zuversichtlich, dass bis zum Schmerzensfreitag mindestens 500 Exemplare fertig sind. Sie werden im Kloster Einsiedeln in der Schweiz geweiht. Es ist das Mutterkloster von Hirsau, von wo aus Elchingen besiedelt wurde. Die Abtei in der Schweiz "ist also so etwas wie unsere Großmutter", sagte Gührer.

Er verleiht die ersten Skapuliere und Urkunden bereits am 17. Februar bei Hausbesuchen an ältere Mitglieder, die das wünschen. An diesem Tag feiert die Kirche das Fest der sieben Gründer des Servitenordens, dem die Bruderschaft verbunden ist. Auf ihn geht das Schwarze Skapulier als äußeres Zeichen der Zusammengehörigkeit zurück.