Kultur Blick hinter die Theaterkulissen

Fünf Jugendschauspielerinnen der Schwabenbühne kostümierten sich beim Tag der offenen Tür als Prinzessin.
Fünf Jugendschauspielerinnen der Schwabenbühne kostümierten sich beim Tag der offenen Tür als Prinzessin. © Foto: Vanessa Arslan
Illertissen / Vanessa Arslan 15.06.2018
Sketche, Theaterproben und Führungen über das Gelände: Beim Tag der offenen Tür der Schwabenbühne Illertissen war viel geboten.

Beim Theater zählt vor allem das, was auf der Bühne passiert. Doch wie sieht es hinter den Kulissen aus? Diese Frage klärten Dirk Tiefenbach und sein Team beim Tag der offenen Tür der Illertisser Schwabenbühne. Er erster Vorsitzender des Vereins und gewährte den Besuchern einen exklusiven Einblick in den Backstage-Bereich des Freilichttheaters.

Illertissens Bürgermeister Jürgen Eisen und Wolfgang Schiffelholz, Präsident des Gesamtverbands Deutscher Freilichtbühnen in Nord- und Süddeutschland, hießen die Gäste willkommen, auf die ein buntes Programm wartete. Bei einer öffentlichen Probe gaben die Jugendschauspieler ein Stück Theater-Alltag preis und zeigten, wie sie sich üblicherweise auf einen Auftritt vorbereiten. Wohl geprobt waren auch die lustigen Einakter, die die Theaterjugend aufführte. „Die Sketche sind der Kracher“, versicherte eine Besucherin dem Theaterchef.

Von der neu gebauten Tribüne aus verfolgten die Zuschauer die eigens für den Tag der offenen Tür eingeübten Stücke. Die Tribüne wurde bereits Anfang Juni mit Kabarettist Willi Astor eröffnet. „So ein Künstler zieht natürlich nochmal ein ganz anderes Publikum an“, erklärte Tiefenbach und meinte damit weit her gereiste Gäste. Das Stammpublikum war sowohl bei Astors ausverkauftem Auftritt als auch am Sonntag mit dabei und ließ es sich mit einem kühlen Getränk und der Musik der Stadtkapelle Illertissen gut gehen.

Was aber auch den fleißigen Theatergängern bisher verborgen blieb, ist der Stauraum unter der neuen Tribüne, wo die Requisiten lagern. „Früher war die Ausstattung in der Kammer des Schreckens“, gab der Vereinschef preis und zeigte den Gästen bei der Führung eine alte Scheune am Ende des Geländes Richtung Vöhlinschloss. Nach dem Umzug der Requisiten hat die Kammer aber ihren Schrecken verloren und sieht mit ein paar Vorhängen, die noch darin lagern, ganz ordentlich aus.

Ein Raum, an dem immer alles an rechten Fleck liegt, ist der Technikraum. Von einem kleinen Kämmerchen aus, oben auf der Tribüne, wird alles gesteuert. Seit neuestem vom eigenen Personal, um Kosten zu sparen. Weniger technisch, dafür umso kreativer geht es in den Umkleiden zu. Dort werden die Schauspieler ihrer Rolle entsprechend geschminkt und angekleidet. Für die Laiendarsteller etwas ganz Normales.

Die Besucher aber sammelten dadurch neue, interessante Eindrücke von der Freilichtbühne. Weniger aufschlussreich, aber mindestens genauso zufriedenstellend war die Veranstaltung für den Verein. „Wir sind zufrieden mit dem Verlauf und positiv überrascht, dass so viele Besucher kamen“, fasste Tiefenbach zusammen.

Schwabenbühne zeigt im Sommer zwei Stücke

Aufführung Die Schwabenbühne zeigt ab 13. Juli das Stück „Der kleine Muck“. Beim dem Märchenspiel von Bernhard Thurn nach der Vorlage von Wilhelm Hauff führte Richard Aigner Regie. Ab 10. August steht mit „Don Camillo und seine Herde“ eine Komödie von Gerold Theobalt unter der Regie von Franziska-Theresa Schütz auf dem Programm. Weitere Infos sowie der Verkauf von Tickets ist über die Homepage unter www.schwabenbuehne.de möglich.

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